Eine Keramik-Gleitbeschichtung als Alternative
Gleitbeschichtungen sorgen für weniger Reibung und mehr Oberflächenhärte eines Gegenstandes. Bekannte Beschichtungen sind aus Metall oder Kunststoffen, relativ neu ist eine Keramik-Gleitbeschichtung.
Der Begriff Keramik bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch das Endprodukt des Herstellungsprozesses, während er eigentlich das Ausgangsmaterial bezeichnet. Abgeleitet aus dem Altgriechischen, bezeichnet Keramik eine Gruppe anorganischer Rohstoffe. Hierbei handelt es sich meistens um pulver- oder feinkörnige Stoffe, die unter Zusatz von Wasser unter Zimmertemperatur geformt werden. Nach dem Trocknen oder Brennen behalten diese Gegenstände ihre Form, sind hart und fest geworden und können weiter verarbeitet werden.
Ein bekanntes und weitverbreitetes Produkt aus Keramik ist das Porzellan. Dieses wird sowohl für Essgeschirr als auch für dekorative Gegenstände eingesetzt. Weitere Anwendungsbereiche von Keramik finden sich bei Werkzeugen, im Sanitärbereich sowie als Bodenbelag in Form von Keramikfliesen. Verhältnismäßig neu dagegen ist der Einsatz einer Keramik-Gleitbeschichtung, die sich die hohe Festigkeit von Keramik zunutze macht.
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Eine Gleitbeschichtung dient dabei zwei Zielen: Einerseits soll sie die Oberfläche des behandelten Gegenstandes unempfindlich machen, andererseits aber auch die Reibung verringern. In den meisten Fällen kommen Metalle für die Beschichtung infrage, die zum Beispiel durch eine Galvanisierung auf den zu behandelnden Gegenstand aufgebracht wird. Eine Galvanisierung sorgt dabei für eine sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche und die aufgebrachte Metallbeschichtung sorgt für den entsprechenden Schutz. Der Nachteil ist, dass ein mit Metall beschichteter Gegenstand, je nach Dicke der Beschichtung, sein Gewicht um einiges erhöhen kann. Keramik bietet den Vorteil, dass es ein sehr leichtes und dabei sehr stabiles Material ist und somit ähnliche Anforderungen, wie eine Metallbeschichtung erfüllen kann, dabei aber Gewicht einspart.
Eine Keramik-Gleitbeschichtung kann dabei auch als Zusatz zu Flüssigkeiten zum Einsatz kommen, zum Beispiel in Motorölen. Durch die Zugabe mikroskopisch kleiner Keramik-Kügelchen wird der Motor während des Betriebes geschliffen. So wird eine bessere Gleitfähigkeit der einzelnen Elemente von Motoren erreicht und der gesamte Reibungswiderstand nimmt ab.
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