Welche Heizungsart ist die beste: Gas oder Fernwärme?

Wer eine Immobilie mieten, kaufen, sanieren oder gar neu bauen möchte, der muss sich auch über die Heizung Gedanken machen: Gas oder Fernwärme sind dabei nur zwei mögliche Heizungsarten.


Generell hat sich heute, in Zeiten zunehmender Ressourcenknappheit, das Bewusstsein der Verbraucher beim Umgang mit Heizmaterialien verändert. Möglichst wenig Energie soll aufgewendet werden bei gleichem Ergebnis: angenehm warme Raumtemperatur – auch und gerade im Winter. Viele Mieter machen ihre Entscheidung für eine Wohnung oder Haus nicht zuletzt davon abhängig, welche Heizung in dem Objekt installiert ist und wie gut zum Beispiel die Wärmedämmung ist. Eine moderne Heizung und eine gut gedämmte Immobilie helfen enorm dabei, Heizkosten zu sparen.

Viele Mietimmobilien werden mit Öl, Gas oder Fernwärme beheizt. Öl- und Gasheizungen gehören zu den Zentralheizungen, die im Unterschied zur Fernwärme eine zentrale Heizstelle haben. Wasser wird hierbei als Trägermedium verwendet und es werden ein oder mehrere Gebäude damit mit Wärme versorgt. Eine Gasheizung wird mit brennbaren Gasen betrieben. Das sind in der Regel Erdgas oder Flüssiggase, wie zum Beispiel Gemische aus Propan und Butan. Auch Stadt- und Biogas kommt teilweise zum Einsatz. Mit Gas betrieben gibt es sowohl Zentralheizungen als auch Etagenheizungen. Diese Etagenheizungen sind in der Regel sogenannte Kombithermen, die mittels Erdgas Wärme erzeugen. Oftmals decken solche Thermen nicht nur die Heizung ab, sondern stellen auch warmes Wasser bereit. Unter Fernwärme versteht man die Wärmelieferung, mit der die Heizung und Warmwasserversorgung von Gebäuden gewährleistet wird. Thermische Energie wird dabei vom Erzeuger, einem Kraftwerk, über wärmegedämmte, überwiegend in der Erde verlegte Rohre an den Verbraucher geleitet.

Die Frage, was kostengünstiger für den Mieter ist, eine Zentralheizung (mit Öl oder Gas) oder Fernwärme kann pauschal nicht beantwortet werden. Sie hängt vielmehr von einer Reihe von Faktoren ab. Mieter, die sich so gut wie möglich über bevorstehende Heizkosten informieren wollen, können von ihrem Vermieter den Energieausweis, der seit Anfang 2009 Pflicht ist, zur Einsicht fordern. Dieser liefert zwar keine unmittelbaren Heizkostengrößen, informiert jedoch umfassend über den energetischen Zustand des Objektes.