Wasser Wärmepumpe – Grundwasser als Energiequelle

Spätestens seit den heftigen Debatten um den Klimawandel stehen alternative Möglichkeiten der Energiegewinnung- und –nutzung hoch im Kurs. Eine Wasser Wärmepumpe nutzt beispielsweise das Grundwasser als Energiequelle.

 

Das Prinzip, nachdem eine Wasser Wärmepumpe funktioniert, ist bei allen Modellen gleich und vergleichsweise einfach. Genutzt wird dabei sozusagen ein „Abfallprodukt“ der Kühlung, nämlich die Wärme. Dabei gibt es verschiedene technische Möglichkeiten. Bei einer Wasser Wärmepumpe wird die Wärme beispielsweise dem Grundwasser unter dem entsprechenden Haus entzogen. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass die Erdwärme relativ kostengünstig genutzt werden kann. Hinzu kommt, dass sich diese Energiequelle immer wieder erneuert, diese Art der Wärmenutzung also als äußerst umweltfreundlich einzustufen ist.

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Um die Erdwärme für die Wasser Wärmepumpe nutzen zu können, müssen zunächst sogenannte Erdsonden oder auch Erdkollektoren im Erdreich verlegt werden. Dies geschieht in Schleifen und in einer Tiefe von etwas über einem Meter. Um die Erdkollektoren vor den Witterungseinflüssen zu schützen, bestehen diese aus einem Kunststoff, der nicht verrottbar ist. Ins Erdreich eingebracht werden die Sonden mit Hilfe von Bohrungen. Während jeder Bohrung werden dabei insgesamt zwei Schleifen ins Erdreich eingebracht. Wie viele Bohrungen notwendig sind, hängt sowohl von der Beschaffenheit des Bodens, als auch von der gewünschten Heizleistung ab. Rohre verbinden dann die Sonden im Erdreich außerhalb des Hauses mit einer Wärmepumpe, die sich aus praktischen Überlegungen heraus meist im Keller des entsprechenden Gebäudes befindet. Mithilfe der Pumpe wird dann die Wärme aus dem Erdreich gewonnen und durch Strom aus der Steckdose auf die Temperatur gebracht, die für das Heizen notwendig ist.

Um eine solche Wärmepumpe ökologisch sinnvoll nutzen zu können, muss eine „Jahresarbeitszahl“ von 3,3 erreicht werden. Mit dieser Arbeitszahl wird das Verhältnis beziffert zwischen der sogenannten Antriebsenergie für den Antrieb der Wärmepumpe und die abgegebene Heizenergie. Moderne Wärmepumpen erreichen mittlerweile eine Jahresarbeitszahl von vier oder mehr. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass lediglich ein Anteil von rund 25 Prozent der Wärme, die als Endwärme im Gebäude verbraucht wird, aus Strom generiert wird. Die restlichen 75 Prozent dagegen stammen tatsächlich aus der Erdwärme im Boden.

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