Vorteile und Nachteile einer Nachtspeicher-Heizung
Eine Nachtspeicher-Heizung ist eine saubere Art der Beheizung. Allerdings hat sie sich im Laufe der Zeit durch den ständig gestiegenen Stromtarif zu einer immer teurer werdenden Variante entwickelt.
Die Winter sind manchmal sehr lang und teilweise auch sehr kalt. Es muss also eine gute Wärmequelle vorhanden sein. Ob es sich dabei um Einzelöfen oder eine Heizanlage handelt, spielt nicht immer eine Rolle. Die Beschaffenheit des Hauses ist da oft ausschlaggebend. In einigen Fällen ist kein Keller und somit kein Raum für eine Heizungsanlage vorhanden, was dazu führt, dass nur Einzelöfen aufgestellt werden können, in anderen ist das Platzangebot dagegen groß genug, um eine Anlage zu nutzen.
In Häusern ohne Platz für einen zentralen Heizkessel, könnte man aber durchaus auch die Nachtspeicher-Heizung einsetzen. Dazu muss jeder Raum mit einem Heizkörper ausgestattet werden, der dann wiederum an einen eigens dafür installierten Stromzähler angeschlossen wird. Dieser ersetzt in dem Fall den Heizkessel. Der Stromzähler besitzt zwei Zählwerke. Das eine betrifft den Hochtarif, der tagsüber zählt, das andere Zählwerk betrifft den Niedrigtarif, der den Strom in der Nacht zählt. Eine Zeitschaltuhr oder eine Fernsteuerung durch den Anbieter, regelt diese tägliche Tarifumstellung. Generell, meist in der Nachmittagszeit, gibt es einen verbilligten Tagesstrom. Dieser wird zur Tagesaufladung der Heizung als Hochtarif genutzt. Die Aufladung in der Nachtzeit ist ein Billigstrom, der als Niedrigtarif bezeichnet wird.
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Die Nachtspeicher-Heizung wird normalerweise nur zu den festgesetzten Zeiten in der Nacht mit Strom versorgt. Durch den Strom werden die im Heizkörper befindlichen Schamottesteine mit Hitze aufgeladen. Diese Hitze wird über Stunden als Strahlung an den Raum abgegeben. Reicht die Wärme nicht, kann zusätzlich ein Gebläse genutzt werden, das die vorhandene warme Luft vermehrt in den Raum abgibt. Sollte die aufgeladene Wärme nicht ausreichen, kann tagsüber zu der vorgegebenen Zeit mit dem Hochtarif nachgeladen und neue Wärme gespeichert werden. Diese Heizart ist seit etwa 1950 bekannt und wurde zu der Zeit als günstige und sehr saubere Heizvariante genutzt. Doch seit jener Zeit ist der Strompreis sehr gestiegen, sodass sich diese Heizung kaum noch empfiehlt. Seit Ende April 2009 dürfen Häuser mit mehr als fünf Wohneinheiten keine Nachtspeicher-Heizung mehr besitzen.
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