Terassen-Abdichtung im Vorfeld bedenken und planen

Um eine Terrasse perfekt abzudichten, ist eine umfassende Planung notwendig. Ohne die Erfahrung von Fachleuten, die über die Haltbarkeit von Materialien informiert sind, ist es schwierig, das Risiko abzuschätzen.


Feuchtigkeit ist überall. Sie findet problemlos ihren Weg in schmale Ritzen und Spalten, frisst sich durch Baumaterial und zerstört so ganze Wohnbauten. Das wussten schon die alten Baumeister – wohl auch aus diesem Grund benutzten sie möglichst große Steinblöcke für die Konstruktion ihrer Werke. Da sich diesen Aufwand damals wie heute nur wenige leisten können, bestehen nahezu alle genutzten Wohnungen und Bauten aus kleinen Bauteilen. Diese bilden aber leider eine ideale Angriffsfläche für Feuchtigkeit, Schmutz und den damit beginnenden Zersetzungsprozess. Jede Fläche, die Wind und Wetter ausgesetzt ist, läuft sehr schnell Gefahr, sich in absehbarer Zeit in ihre Bestandteile aufzulösen. Hier hilft nur eine ausreichende, sorgfältige Abdichtung. Jede Fuge bedarf einer aufmerksamen Behandlung, wenn man Feuchtigkeitsschäden vermeiden will. Diese beginnen an einer Stelle und arbeiten sich in nur kurzer Zeit durch das ganze Gebäude hindurch.

Die Terrasse gehört dabei zusammen mit dem Flachdach zu den Gebäudebestandteilen, an denen witterungsbedingte Schäden besonders häufig auftreten. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die flache Bauweise ist praktisch konstant den Einflüssen von Wind und Wetter ausgesetzt. Eine Schädigung der Baumasse lässt sich hier nur durch die genaue und saubere Abdichtungsarbeit eines Fachmanns vermeiden. Ist ausreichend Fachkenntnis und Erfahrung vorhanden, so spielen die zu bearbeitenden Materialien eher eine Nebenrolle. Klar ist aber auch, dass sich bestimmte Substanzen ganz besonders gut zur Abdichtung eignen. Gerade dank der Möglichkeiten einer kreativen Kunststoffindustrie kommen heute mehr und mehr hochwertige Mischmaterialien auf dem Markt. Häuser und Bauwerke sollen einige Jahrzehnte oder sogar noch länger überstehen. Gerade bei Kunststoffen gehen aber viele Materialeigenschaften über die Jahre allmählich verloren. Sie sind dann noch anfälliger gegenüber der wechselnden Witterung als herkömmliche, natürliche Baustoffe.

Zu den weiteren Kriterien gehören die Lage nach Windrichtung und Klimazone sowie die Ansprüche, die an Ästhetik und Qualität gestellt werden. Eine gummierte Abdichtung lässt sich beispielsweise auch in Sandgemische einbetten, was bei reinen Steinbauten natürlicher wirkt. Tatsache ist, dass die Kosten mit den Ansprüchen steigen. Diese sollten aber nicht zu gering bemessen sein. Das gilt vor allem dann, wenn es sich um ein Flachdach oder eine Terrasse über einem Wohnraum handelt. Ist die Feuchtigkeit nämlich erst einmal eingesickert, so bedarf es einer aufwendigen Renovierung, um die Räumlichkeiten wieder bewohnbar zu machen. Die Faustformel ist, möglichst große Abschnitte mit durchgehenden Steinplatten abzudecken. Diese können bei Schäden ausgetauscht werden. Die Abdichtung von unzähligen kleinen Fließen hingegen ist nahezu unmöglich zu kontrollieren, sodass im Schadensfall meist die gesamte Terrasse neu aufgebaut werden muss.