Nachtspeicher-Öfen sind heute kaum mehr in Gebrauch.
Es gibt verschiedene Arten der Nachtspeicher-Heizung. Allen gemein ist, dass sie den sogenannten Nachtstrom nutzen, um einen Wärmespeicher zu erhitzen, und die so gespeicherte Wärme tagsüber wieder abgeben.
Nachtspeicher-Öfen oder -Heizungen wurden kurz nach dem Krieg eingeführt und sollten die damals gebräuchlichen Kohle- oder Ölöfen ersetzen. Diese waren noch in vielen Haushalten vorhanden, der Einsatz der Nachtspeicher-Öfen schien eine sehr komfortable Alternative zu sein. Das Schleppen von Kohle samt Staub in die Wohnung und die damals noch übliche „gute Stube“ entfiel, nach dem Aufstehen musste man nicht mehr als Erstes frierend den Ofen anheizen und kostengünstiger war es aufgrund der Subventionen auch noch.
Dass der Wirkungsgrad dieser Heizungen allerdings sehr gering ist, interessierte zu dieser Zeit nicht, umweltbewusstes Denken fand noch nicht statt. Auch die gesundheitlichen Gefahren, die von dem damals in den Öfen verbauten Asbest ausgingen, waren unbekannt. Erst im Jahr 1973, nach der ersten Ölkrise, änderte sich das Denken, durch die steigenden Energiekosten rückte die konventionelle Zentralheizung wieder mehr in den Vordergrund und es gab die ersten offiziellen Warnungen möglicher Gesundheitsschädigungen durch Asbestfasern. Seit Einführung der sogenannten Stromsteuer am 01. April 1999 sowie aufgrund des geringen Wirkungsgrades finden klassische Speicherheizungen heute kaum mehr Anwendung.
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Die Speicheröfen wurden und werden in verschiedenen Arten angeboten. Beim Besuch mancher Wohnung sieht man auch heute noch die sogenannten Zimmeröfen oder Einzelspeichergeräte. Diese haben einen Magnesiumkern, der die Wärme speichert und dabei eine Temperatur von bis zu 650°C erreicht. Die Wärme wird mittels eines Gebläses langsam an die Umgebung wieder abgegeben. Elektrische Speicherheizungen wurden auch als Fußboden-Nachtspeicherheizungen angeboten. Verwendet wird beim Verlegen Speicherestrich, der möglichst dick sein sollte, damit die Speicherwirkung besonders hoch ist. Eine andere Variante ist der gesetzte Kachel-Nachtspeicher-Ofen. Dieser hat den optischen Reiz, wie ein Kachelofen auszusehen, die Erwärmung der Kachel erfolgt nicht über Feuer, sondern über Strom. Hier arbeiten Hafner und Elektriker zusammen. Durch die gesetzten Steine sind diese Öfen fast so schwer wie der „echte“ Kachelofen, sodass die Statik des Gebäudes berücksichtigt werden muss.
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