Kalk im Wasser – nur lästig oder auch wichtig?
Ablagerungen von Kalk finden sich an Küchengeräten und im Badezimmer. Sie sind zwar nicht schön anzusehen, aber Kalk im Wasser schädigt nicht die Gesundheit des Menschen. Ganz im Gegenteil: Es ist lebenswichtig.
Kalk ist die umgangssprachliche Bezeichnung für verschiedene Kalziumverbindungen, darunter auch Kalziumkarbonat – ein Salz der Kohlensäure. Es handelt sich um eine weiße, kristalline Substanz, die in Wasser kaum löslich ist. Es gelangt in den Wasserkreislauf, indem sich das Regenwasser in der Atmosphäre mit Kohlensäure und Kohlendioxid anreichert. Fließt dieses säurehaltige Wasser dann über Kalkstein, wird das Gestein zersetzt. Die Höhe des Kalkanteils im Wasser ist deshalb vom Ort der Wasserquelle, aus der das Wasser bezogen wird, abhängig. Je nach Bodenstruktur wird mehr oder weniger Kalk gelöst.
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Zwar hinterlässt Kalk im Wasser unschöne Spuren an Armaturen, Fliesen und schadet Elektrogeräten, da es deren Lebensdauer verkürzt, aber gleichzeitig kann der Mensch auf Kalzium nicht verzichten. Bekannt ist die Bedeutung von Kalzium für den Knochenaufbau. Fast der gesamte Mineralstoff wird nämlich in den Knochen gespeichert. Der verbleibende Rest ist im Blut direkt verfügbar. Dieser Rest ist jedoch nicht unbedeutend, sondern elementar für die Arbeitsweise der Muskulatur. Mangelerscheinungen können hier zu Krämpfen führen. Auch die Tätigkeit des Gehirns und Herzens wird durch Kalziumspuren im Blut beeinflusst. Sinkt der Kalziumgehalt des Blutes, greift der Körper auf die Reserven in den Knochen zurück. Langfristig kann dies zu dramatischen Folgen führen. Es sei nur an Osteoporose erinnert. Trotz aller „Probleme“ mit Kalk im Wasser kann der Mensch daher auf diesen Mineralstoff nicht verzichten.
Wer Kalkablagerungen als lästiges Übel empfindet, kann mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen. Oft helfen bereits natürliche Mittel wie Essig, Zitronensaft und Hefe. Mit ein wenig Mühe können Kalkablagerungen zudem effektiv vorgebeugt werden. So reicht es beispielsweise aus, das Wasser beim Geschirrspülen oder Waschen nicht zu stark zu erhitzen. Weiterhin sollte in regelmäßigen Abständen ein Waschgang mit Essig (ohne Wäsche) durchgeführt werden. Um matte und milchige Gläser zu vermeiden, ist es empfehlenswert, Klarspüler zu verwenden. Auch sollten jedes Mal nach dem Händewaschen die Armaturen mit einem Tuch abgetrocknet werden.
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