Elektrische Nachtspeicheröfen können Energie sparen
Der Strompreis ist tagsüber nicht konstant, weil es sowohl Spitzenlast- als auch Niedriglastperioden gibt. Genau diese Schwankungen werden bei elektrischen Wärmespeichern kostensparend ausgenutzt.
Energie ist eine Erhaltungsgröße, das heißt man kann Strom nicht einfach gewinnen, indem man irgendeinen Stoff abbaut. Man kann elektrische Energie und Wärmeenergie fast ausschließlich durch die Umwandlung stoffgebundener Energie erzeugen, also durch Verbrennung und Dampferzeugung. Fast alle Kraftwerke, die hohe Leistungsspitzen kompensieren können, sind thermodynamisch extrem träge. Man kann beispielsweise ein Kohlekraftwerk nicht innerhalb weniger Minuten anfahren, weil jedes Wärmeleitrohr, jede Turbine und auch jeder Kondensator einen Wärmespeicher hat, der durch das Kohlefeuer erst aufgefüllt werden muss, bis nahezu alle Energie im Prozesswasser umgewandelt wird. Man kann die Leistung eines Kraftwerkes demnach relativ schwierig an Lastwechsel anpassen, an sich laufen sie immer auf demselben Niveau. Dennoch ist der Strom- und Wärmeverbrauch über den Tag nicht konstant, was man als Endverbraucher aber ausnutzen kann.
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Morgens und abends sind die sogenannten Spitzenlastzeiten, weil in dieser Zeit der meiste Strom und die meiste Wärme verbraucht werden. In diesen Zeiten ist der Stromtarif relativ teuer, weil die Nachfrage besonders hoch ist. Nachts, wenn kaum Energie gebraucht wird, ist der Tarif aber sehr günstig, weil die Kraftwerke kaum Abnehmer finden. Dann kann man den günstigen Strom in Wärme umwandeln, die sich wesentlich besser speichern lässt als elektrische Energie. Dafür braucht man einen elektrischen Nachtspeicherofen, welcher Wasser oder andere Fluide mit günstigem Nachtstrom aufheizt. Für die Installation einer solchen Anlage benötigt man einen speziellen Stromzähler, welcher sowohl den Verbrauch von teurem Tagesstrom als auch den des Nachtstromes unabhängig voneinander erfasst. Die Anlagen sind an sich relativ aufwendig herzustellen, wobei es verschiedene Technologien gibt, die für solche Speicheröfen genutzt werden können.
Für die Speicherung der Wärme nutzt man in den meisten Fällen Wasser, es ist aber auch möglich, feste Stoffe als Puffer zu verwenden. Nachts ist die Heizlast nicht besonders hoch, demnach muss die Wärme möglichst am Morgen und am Abend bereitgestellt werden, um die Kraftwerke zu entlasten. Deshalb nimmt man beispielsweise einen Magnesit-Speicher, welchen man sehr stark aufheizt und der die Wärme nach Bedarf oder kontinuierlich abgeben kann. Wasserspeicher eignen sich nur dann, wenn das Warmwasser in einem gut isolierten Behälter gelagert werden kann. Dazu zählen auch isolierende Eigenschaften des Raumes, in dem der Behälter steht. Beispielsweise ist es sinnvoll, Luftzug zu vermeiden, damit der Konvektionsanteil der Wärmeverluste so gering wie möglich gehalten wird. Man muss ebenfalls darauf achten, dass man die Heizung abstellt, wenn man sie für mehrere Tage nicht nutzen möchte. Denn die Speicherung von Wärme ist zwar besser möglich als die Speicherung elektrischer Energie, dennoch sind alle Wärmespeicher mehr oder weniger verlustbehaftet.
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