Ratsam: Unfallversicherung für Haushaltshilfe

Beschäftigt man eine Hilfe im Hausghalt, sollte man an alle Eventualitäten denken, sonst kommen im Falle eines Falles hohe Kosten auf den Arbeitgeber zu. Eine “Unfallversicherung für Haushaltshilfe” ist empfehlenswert.


Statistiken zeigen, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Es ist daher wichtig, für die richtigen Hilfsmittel zu sorgen und zum Beispiel auf Leitern und nicht auf Stühle zu steigen. Das gilt erst recht, wenn man nicht nur für seine eigene Gesundheit verantwortlich ist, sondern auch für die einer anderen Person, etwa einer Haushaltshilfe. Doch selbst wenn alle Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden, kann es leicht zu einem Unfall kommen: Wie schnell stolpert man über einen Putzeimer, gleitet auf nassen Fliesen aus oder klemmt sich einen Finger in der Tür. Vielen ist nicht bekannt, dass auch private Arbeitgeber verpflichtet sind, eine “Unfallversicherung für Haushaltshilfe” abzuschließen. Diese Versicherung deckt nicht nur Unfälle ab, die direkt bei der Arbeit vorkommen, sondern auch Wegeunfälle.

Eine solche Versicherung ist nicht besonders teuer. Je nach Höhe der Arbeitszeit ist ein niedriger jährlicher Betrag zu zahlen. Dabei ist dem Versicherer nicht einmal der Name des Versicherten zu nennen, es kommt nur auf die Anzahl der Beschäftigten an. Zuständig sind die Unfallkassen der Bundesländer. Ist die Hilfe nur geringfügig beschäftigt und der Minijob ordnungsgemäß gemeldet, dann erfolgt die Anmeldung zur Unfallversicherung automatisch.

Versäumt der Arbeitgeber, seine Haushaltshilfe zu versichern, kann dafür ein hohes Bußgeld fällig werden. Im Falle eines Unfalls muss er außerdem alle entstehenden Kosten übernehmen: Vom Arztbesuch über das Röntgen bis hin zu anderen notwendigen Behandlungen. Das kann teuer werden, vor allem, wenn Folgeschäden zurückbleiben. Gerade bei einem Wegeunfall, beispielsweise einem Sturz mit dem Fahrrad, kann es zu schlimmen Verletzungen kommen.

Diese Regelungen gelten entsprechend für die Beschäftigung von Hilfen für die Kinderbetreuung, Gartenarbeit oder Hausmeistertätigkeiten, sofern diese ausschließlich für den Privathaushalt des Arbeitgebers erfolgen. Wird auch das Putzen einer Praxis oder eines Büros übernommen, ist nicht mehr der private Arbeitgeber zuständig. Schließt also der Arbeitgeber für seine “Perle” eine “Unfallversicherung für Haushaltshilfe” ab, kann er sich beruhigt zurücklehnen.