Die größten Risiken der fondsgebundenen Lebensversicherung
Oftmals kann die fondsgebundene Lebensversicherung riskant wirken. Allerdings macht eine Finanzkrise diese Versicherung besonders attraktiv und interessant, wobei die Vor- und Nachteile abzuwägen sind.
Laut dem GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) sind nach dem Zahlenwerk von 2008 ca. 93 Millionen Lebensversicherungsverträge in den Beständen der Versicherungskonzerne mit einem Kapitalanlagebestand von 690 Milliarden Euro. Seit 1969 sind in Deutschland diese Versicherungen am Markt, und werden seit dem Jahr 1970 angeboten.
Bei der herkömmlichen Lebensversicherung soll vor allen Dingen der Todesfall über einen bestimmten Zeitraum abgesichert werden. Im Erlebensfall und bei einer Kapitalbildung wird die angesammelte Summe inklusive der Überschüsse nach Abzug der Kosten ausgezahlt. Sie arbeitet mit einer Garantieverzinsung, die in den letzten Jahren immer geringer wurde, und eine neue Senkung für das Jahr 2012 ist bereits beschlossene Sache. Gestartet wurde 1903 mit 3,5 Prozent per anno, über 4 Prozent war er in den 90er-Jahren, im Jahr 2011 liegt die Garantieverzinsung bei 2,25 Prozent per anno. Eine Senkung auf 1,75 Prozent für Neuverträge hat das Finanzministerium gegen den Rat der Versicherungsmathematiker bekannt gegeben. Diese wollten lediglich eine Absenkung auf 2 Prozent, da sich die Konjunktur erholt und die Zinsen steigen.
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Die fondsgebundene Lebensversicherung verfolgt einen ganz anderen Ansatz. Vielmehr als der Todesfallschutz spielt hier die steuerbegünstigte Kapitalanlage eine Rolle. Es gibt bei den meisten Verträgen keinen Garantiezins. Das Kapitalanlagerisiko wird also alleine vom Versicherungsnehmer getragen. Der Reiz dabei stellt die eigene Auswahl der Anlagen dar sowie die Flexibilität der Absicherungsmöglichkeiten. Zugleich wird über die Mindestlaufzeit von zwölf Jahren in der Regel eine wesentlich höhere Rendite erzielt als in der klassischen Anlage. Die erhöhte Gewinnausrichtung birgt aber auch Risiken. Sollte eine solche Anlage sehr gute Gewinne erzielt haben, aber ausgerechnet am Auszahlungstermin ein Börsencrash passieren, können alle Gewinne dahin sein. Deshalb ist es ratsam, während der Laufzeit in eine sichere Fondsanlage zu wechseln oder mit der Auszahlung zu warten und das Vermögen im Depot zu parken, bis die Werte wieder steigen.
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