Fester Bestandteil einer Therapie: Kuren für Kinder
Mittlerweile werden Kuren für Kinder zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Häufig soll verhindert werden, dass aus einem akuten Leiden eine chronische Erkrankung wird.
Kuren stellen bei zahlreichen Erkrankungen einen festen Bestandteil der Therapie dar. Bereits seit dem Mittelalter sind Orte wie etwa heiße Quellen mit besonders heilsamem Einfluss auf die Gesundheit bekannt. Damals wurde diese Wirkung oft einem Heiligen zugeschrieben und die Quelle wurde zur Pilgerstätte. Im 18. und 19. Jahrhundert fuhren viele reiche Familien für mehrere Wochen oder Monate in einen Kurort im Gebirge oder am Meere, um sich dort vom anstrengenden und strapaziösen Leben in der Stadt zu erholen. Dem Ortswechsel und dem oft damit verbundenen Aufenthalt in der Natur wurde eine heilsame Wirkung zugeschrieben, beispielsweise bei Lungenkrankheiten. Heute werden Kuren nicht nur Asthmatikern oder Patienten mit einer anderen Lungenerkrankung verschrieben, sondern auch solchen mit Essstörungen, Burn-Out-Patienten, Unfallopfern oder Herzkranken. Oft besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
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Es erkranken jedoch nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Deshalb gibt es spezielle Kuren für Kinder, die deren Bedürfnissen angepasst sind. Der Hausarzt bescheinigt die Notwendigkeit einer Kur und verschreibt diese. Die Unterlagen müssen die Eltern bei ihrer Krankenkasse einreichen und bekommen dann den Betrag erstattet, da die Kassen gesetzlich dazu verpflichtet sind, Kuren für Kinder vollständig zu bezahlen. Der Kuraufenthalt sollte sich mindestens über vier Wochen erstrecken, da er nur so seine Wirkung entfalten kann.
In Kuren für Kinder werden selten nur körperliche Beeinträchtigungen – seien es Atemwegserkrankungen oder Essstörungen – behandelt. Die psychische Komponente der Erkrankung sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Aus diesem Grund werden die Kinder während ihres Aufenthaltes nicht nur von Ärzten und Pflegepersonal betreut, sondern auch von Pädagogen und Psychologen. Zudem verbringen die Kinder den Großteil des Tages in einer Gruppe mit Gleichaltrigen.
Je nach Art der Erkrankung eignet sich ein anderer Zeitraum besonders gut für eine Kur. Die besten Erfolge bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen werden beispielsweise im Herbst und Winter erzielt.
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