Almhütten-Urlaub – charmant, rustikal und historisch
Wer auf Almhütten Urlaub machen möchte, hat heute ein breites Angebot. Angefangen bei der einfachsten Ausführung mit Plumpsklo ohne Strom bis hin zu Hütten mit bequemen Betten, fließendem Wasser und einer Zufahrt.
Almhütten-Urlaub ist für Menschen, die wissen, was eine Alphütte ist, ein Widerspruch in sich. Die ursprüngliche Nutzung der Hütten im Gebirge bezog sich jedenfalls nicht auf Ferien, wie man sie heute kennt. Die Alphütten, die einzeln, in kleinen Rotten oder als Almdorf zu finden sind, dienten früher und manchmal auch heute noch den Viehhirten und Sennern als Unterkunft und als Stallgebäude, wenn sie im Sommer den sogenannten Almauftrieb machten. Dabei werden die Kühe auf die frischen Weiden im Hochgebirge gebracht, wo sie für ein bis drei Monate weiden, bis sie geschmückt und in Form eines großen Festes wieder ins Tal kommen. Während der Zeit auf der Alm werden die Kühe gemolken und die Milch gelangt über Seilbahnen oder Pipelines ins Tal. Manchmal wird die Milch auch gleich zu Käse oder Butter verarbeitet.
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Die Bewirtschaftung einer Alphütte – auch Senne genannt – ist harte Arbeit und heute meist weniger rentabel als früher, da es nur noch wenige Arbeiter gibt, die zu diesem einsamen und anstrengenden Beruf bereit sind. Darüber hinaus hat auch die Agrarwirtschaft andere günstigere und einfachere Möglichkeiten, mit denen sie ihre Kühe füttern und weiden können, um einen möglichst guten Milchertrag zu erhalten.
Um die Alphütten nicht einfach verfallen zu lassen, hat sich vor einigen Jahren der Almhütten-Urlaub etabliert. Dabei bekommen Touristen die Möglichkeit, eine Senne für einige Tage oder Wochen zu mieten und dort ihre Ferien zu verbringen. Die meisten Reisenden nutzen dieses Angebot vor allem im Winter, da sie dann direkt mit den Skiern ins Tal abfahren können. Seit Längerem haben sich auch viele Bauern angepasst und betreiben ihre Senne als Wirtshaus, das Zimmer, Essen und Trinken anbietet. Meistens ist die Verpflegung im Hochgebirge sehr teuer, da die meisten Produkte aus dem Tal erst auf die Alphütte gebracht werden müssen. Seltener, aber um einiges günstiger ist es, wenn die Betreiber wieder die herkömmliche Nutzung ihrer Senne betreiben und Eigenprodukte verkaufen. Das hat außerdem einen gewissen Reiz für Touristen, die oftmals davon begeistert sind, wie charmant und rustikal die Sennen ausgestattet und geführt sind.
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