Polystyrol-Dämmplatten als Beitrag zum Umweltschutz

Die Montage von Polystyrol-Dämmplatten hat zur Wirkung, dass ein Großteil der Raumwärme nicht aus der Gebäudehülle entweichen kann und dadurch letztlich weniger Heizenergie verbraucht wird.

 

Polystyrol ist ein Erdölprodukt (Ethylen, Benzol) und somit nur unter hohem technischen und energetischen Aufwand ein rezyklierbarer Ausgangstoff. Der Dämmstoff-Marktanteil von Polystyrol liegt in Deutschland zur Zeit bei ca. 28 %. Der Anteil an Mineralfaserdämmstoffen wie der Glaswolle oder der Steinwolle belaufen sich derzeit auf ca. 63 %. In Deutschland gibt es ca. 1500 Sammelstellen für die Rückgabe von Polystyrolresten.

Durch Polymerisation des Ausgangsstoffes Styrol entsteht Polystyrol. Polystyrolgranulat wird mit dem Treibmittel Pentan bei Temperaturen über 100 Grad Celsius unter Zusatz von Wasserdampf aufgebläht. Aus diesen Polystyrol-Schaumpartikeln werden in entsprechenden Anlagen durch eine zweite Heißdampfbehandlung Blöcke, Platten oder Formteile hergestellt.

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Das Kleben von Polystyrol-Dämmplatten ist nur mit bestimmten ausgewiesenen Klebstoffen möglich. Der Dämmstoff kann mechanisch bearbeitet werden, z. B. durch Fräsen und Hobeln. Wichtig zu wissen und für den Einsatz und die Verwendung des Stoffes ausschlaggebend ist, dass er nicht verrottbar ist. Allerdings kann Polystyrol unter hoher UV-Bestrahlung verspröden und einen Teil der Wärme-Dämmwirkung einbüßen. Polystyrol beginnt sich bei ca. 110 Grad Celsius bis 210 Grad Celsius zu zersetzen.

Es werden in Deutschland derzeit ungefähr 7,5 Millionen Kubikmeter Polystyrol-Dämmplatten jährlich verbaut. Der Anteil der Mineralwolle ist mehr als doppelt so groß. Das könnte unter anderem daran liegen, weil die Mineralwolle zum größten Teil aus Altglas, also aus einem Recycling-Produkt gewonnen wird. Da Polystyrol ein Erdölprodukt ist, sind die Kosten dafür zum einen größer und der Beitrag zum Umweltschutz auf der anderen Seite um so geringer, betrachtet man nur die Herstellung. Für die Verwendung von Dämmmaterial entscheidend ist auch die Klassifizierung nach dem Brandverhalten. Für Polystyrol-Dämmplatten gilt, dass sie zwar schwerentflammbar sind. Mineralwolle, die auch zu einem großen Teil aus Sand besteht, hat einen weniger großen brennbaren Anteil in der Materialzusammensetzung und ist deshalb für bestimmte Gebäudebestandteile entsprechend der Landesbauverordnung für den Einbau vorgeschrieben.

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