Polygonalplatten verlegen erfordert Fachkenntnisse

Natursteine, die in vieleckiger, plattiger Ausbildung gewonnen werden können, bezeichnet man als Polygonalplatten. Verlegen kann man sie im Innen- und Außenbereich. Exklusive Flächengestaltungen sind möglich.


Polygonalplatten werden aus unterschiedlichen Gesteinen wie Schiefer, Granit oder Sandstein hergestellt. Im Gegensatz zu Beton-Formsteinen und Fliesen haben sie einen unregelmäßigen, vieleckigen Umriss, der spezielle Verlegetechniken erfordert. Mit verschiedenen Farben und Formen lassen sich Flächen mit exklusiver Wirkung gestalten. Auf die Vorbereitung des Untergrundes ist bei der Herstellung von Polygonalplatten-Flächen im Innen- und Außenbereich besonders zu achten. Schließlich soll der Belag von Fußböden, Wegen, Terrassen oder Gartenplätzen dauerhaft eben bleiben. In frisch verfüllten Bereichen lohnt es sich, mehrere Monate mit der Anlage der befestigten Wege und Flächen zu warten, bis die natürlichen Setzungen abgeklungen sind. Will man im Innenbereich Polygonalplatten verlegen, ist ein spezieller Estrich vorzusehen.

Für die Verwendung von Natursteinplatten im Bereich von befestigten Einfahrten, Terrassen oder im Innenbereich ist umfangreiches Fachwissen erforderlich. Die speziellen Anforderungen des jeweiligen Funktionsbereiches sind zu berücksichtigen. Für den Außenbereich sind nur robuste und dauerhaft frostsichere Gesteinsarten empfehlenswert, auf entsprechende Zertifikate der Hersteller ist beim Kauf zu achten. Einfahrten, die mit Fahrzeugen befahren werden, benötigen einen ausreichend dicken und gut verdichteten Unterbau, um Eintiefungen und Verformungen des Belages an der Oberfläche langfristig zu verhindern. Die Abriebfestigkeit und Druckfestigkeit der verwendeten Polygonalplatten muss den hohen Anforderungen entsprechen.

Für einfache Zwecke, zum Beispiel um einen kleinen Gartenweg zu gestalten, kann man selbst Polygonalplatten verlegen. Hierzu steckt man den Bereich des Weges mit einer Schnur ab und hebt die Erde ca. 15 Zentimeter tief aus. Die Vertiefung wird bis auf halbe Höhe mit Kies ausgefüllt und die Platten so darin angeordnet, dass sich eine ebene Oberfläche mit wenigen Zwischenräumen und eine gute Gesamtwirkung ergeben. Die Ränder des Weges können mit naturbelassenen, gerundeten Gesteinsstücken ansprechend gestaltet werden. Abschließend werden die Zwischenräume mit Kies verfüllt.