Neue Farbe an die Wand: Putz streichen leicht gemacht
Oft haben schon kleine Veränderungen große Wirkung. Eine neue Wandfarbe setzt neue Akzente. Warum also nicht die Tapete oder den Putz streichen? Mit dem richtigen Werkzeug stellt das kein Problem dar.
Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, die eigenen vier Wände zu renovieren, stellt manch einer schnell fest, dass man für unterschiedliche Aufgaben auch die jeweils passenden Werkzeuge braucht. Zu den einfacheren Heimwerkertätigkeiten zählt noch das Streichen. Mit ein bisschen Geduld und Übung bekommen das auch die etwas Ungeschickteren hin. Allerdings sollte man seine Streichrolle abhängig vom Untergrund sorgfältig auswählen. Bei einer glatten, tapezierten Wand genügt eine herkömmliche, kurzflorige Rolle. Ihre "Borsten" sind kurz und saugen sich nicht mit allzu viel Farbe voll.
Anders sieht es bei groben Raufasertapeten und verputzten Untergründen aus. Will man Putz streichen, muss man auf eine langflorige, sogenannte Fassadenrolle zurückgreifen. Sie ist aufnahmefähiger und kann auch mehr Farbe in die "Zwischenräume" an der Wand abgeben. Man kommt meist nicht umhin, mehrere Streichdurchgänge nacheinander durchzuführen, damit die Farbe auch tatsächlich deckt.
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Hat man die Möglichkeit, den Putz selbst aufzutragen, ist die farbliche Gestaltung weitaus einfacher. Mittlerweile gibt es im Fachhandel sogenannten Streichputz, den man - ähnlich wie herkömmliche Dispersionsfarben - mit einer Rolle auf die Wand aufträgt. Der Vorteil ist, dass der Putz mit Abtönfarbe vorab eingefärbt und den individuellen Wünschen angepasst werden kann. Das nachträgliche Putz-Streichen fällt hier also weg. Überdies bieten sich so auch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des Putzes selbst. Einmal mit der Rolle aufgetragen, hat der Putz schon eine Struktur, die wiederum vom verwendeten Werkzeug abhängt. Hier sollte eine möglichst kurzflorige Rolle verwendet werden, da langflorige zu viel Putz aufnehmen und ihn in der Folge eher über die Wand "schmieren" als ihn zu rollen. Da der Putz längere Zeit (je nach Luftfeuchtigkeit und Dicke bis zu 30 Stunden) braucht, um zu trocknen und auszuhärten, kann als Gestaltungsmittel auch ein Pinsel zum Einsatz kommen, mit dem dann die gewünschten Muster in den Putz gestrichen werden. Das sollte immer nur von einer Person durchgeführt werden, damit ein relativ einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet ist.
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