Linoleum: Fliesen sollten nicht darauf verlegt werden

Aufgrund der eingeschränkten Tragfähigkeit und der mitunter auftretenden Haftungsprobleme durch ölige Inhaltsstoffe, ist es nicht anzuraten, auf Linoleum Fliesen zu verlegen. Dies beinhaltet ein unkalkulierbares Risiko.

 

Auf Linoleum Fliesen zu verlegen bedeutet, dass man ein unkalkulierbares Risiko eingeht. Denn wenn man auf Linoleum Fliesen legen möchte, kommt es durch die öligen Inhaltsstoffe des Linoleums eventuell zu Haftungsproblemen, außerdem besitzen Linoleumbeläge eine eingeschränkte Tragfähigkeit. Experten empfehlen, dass man vor dem Fliesen den Linoleumboden entfernt, auch wenn dies mühevolle und umfangreiche Untergrundvorbereitungen mit sich bringt. Mit einer Haftgrundierung sollten verbleibende Klebstoffreste vorbehandelt werden, die Fliesenverlegung kann dann mit einem hochflexiblen Fliesenkleber in die Tat umgesetzt werden.

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Im Jahre 1860 wurde Linoleum von einem englischen Chemiker entwickelt. Aus den lateinischen Begriffen "linum" (Leinen) und "oleum" (Öl) setzt sich der Name dieses Materials zusammen. Schließlich bildet Leinöl neben Jutegewebe und Korkmehl den wichtigsten Grundstoff beim Linoleum. Als Druckplatte in der bildenden Kunst und zur Fertigung elastischer Bodenbeläge wird das Material herkömmlicherweise benutzt. Auch als Belag für Pinnwände, Schränke oder Tische wird es vereinzelt ebenfalls benötigt.

Als Ende der 60er Jahre der PVC-Bodenbelag sich schließlich immer größerer Beliebtheit erfreute, brach der Markt für Linoleumböden sozusagen zusammen. Somit war Linoleum bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts vorherrschend, nachdem es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Siegeszug als elastischer Bodenbelag angetreten hatte. Nach dem Einbruch erholte sich der Linoleummarkt erst wieder zwischen 1980 und 1990. Nur noch vier Linoleumwerke von drei Herstellern gab es im Jahr 2008, alle waren in Europa beheimatet. Aus einem Jutegewebe als Trägerschicht, Holz- und Korkmehl, Titan (IV)-Oxid als Weißpigment, Farbstoffen, Kalksteinpulver, Naturharzen (Copal, Kolophonium, ersatzweise Dammar) und oxidativ polymerisiertem Leinöl (Linoxin) besteht Linoleum zum größten Teil. Je nach Zeitpunkt der Herstellung und je nach Produzent können im Linoleum auch Anteile von Kunststoffen und Kautschuk enthalten sein. Außerdem wird alternativ zum Leinöl oft auch Sojaöl verarbeitet.

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