Aluminium: Preise derzeit auf relativ hohem Niveau
Es ist eines der leichtesten Metalle: Aluminium. Preise für das Metall entwickelten sich in den letzten Jahren unstetig und liegen 2010 wieder auf einem vergleichsweise hohen Niveau.
Die Aluminium-Preise hängen stark von der industriellen Nachfrage ab. Das Leichtmetall wird in den unterschiedlichsten Branchen verwendet. Da Aluminium eine sehr geringe Dichte aufweist, wird es bevorzugt als Konstruktionswerkstoff in der Luft- und Raumfahrt, aber auch im Automobilbau eingesetzt. Durch sein geringes Gewicht hilft es, den Treibstoffverbrauch einzuschränken. Da Aluminium über eine gute elektrische Leitfähigkeit verfügt, wird es auch in der Elektrotechnik vermehrt eingesetzt. Besonders als Stromleiter in dicken Erdkabeln oder Stromschienen findet es Verwendung, da sich hier Kostenvorteile ergeben. Generell ist es jedoch etwas teurer als andere Metalle, die ebenfalls gute Elektrizitätsleiter sind, doch es ist leichter als die meisten Metalle. Wenn also das Gewicht der Konstruktion eine Rolle spielt, so wird Aluminium bevorzugt verwendet.
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Aluminium leitet nicht nur Elektrizität besonders gut, sondern ist auch ein hervorragender Wärmeleiter. Es ist außerdem leicht zu bearbeiten und besitzt einen hohen Reflexionsgrad. Aufgrund all dieser Eigenschaften findet es nicht nur als Konstruktionswerkstück und Stromleiter Verwendung, sondern wird auch zur Herstellung von Kühlgeräten, als Elektrodenmaterial, für Antennen und Hohlleiter und als Gehäusewerkstoff verwendet. Des Weiteren wird es in der Optik und Lichttechnik sowie in der Verpackungsindustrie verarbeitet.
Anfang des 19. Jahrhunderts war Aluminium noch wenig bekannt und teurer als Gold. Als in den Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts jedoch die Aluminiumherstellung perfektioniert wurde, fiel der Preis um rund 90 Prozent. In den letzten Jahren sind die Aluminium-Preise angestiegen und haben heute wieder ein vergleichsweise hohes Niveau. Die Entwicklung der Preise verlief jedoch sehr unstetig: Während es 2003 für weit unter 1.500 Euro pro Tonne gehandelt wurde, stieg der Preis zwischen 2005 und 2008 auf Werte um die 2.000 Euro pro Tonne. Als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise folgte dann 2009 ein Absturz des Preises, der dann bis Anfang 2010 wieder stieg und sich im zweiten Quartal um 1.500 Euro pro Tonne bewegte.
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