Manchmal muss man einen Maulwurf vertreiben können

Wenn die Anzahl der Hügel im Garten überhand nimmt und durch die Grabetätigkeiten Pflanzenwurzeln geschädigt werden, sollte man überlegen, wie man den störenden Maulwurf vertreiben kann.


Bei den meisten Besitzern vor allem kleinerer Reihen- oder Doppelhausgärten dürfte der Maulwurf nicht unbedingt zu den schlimmsten Gartenschädlingen gehören. Man kennt seine Hügel wohl eher vom Wiesenspaziergang oder vom Ackerrand. Denn der kleine, pelzige Grabexperte bevorzugt relativ ruhige Böden. Gärten, in denen jeden Tag jemand herumläuft und wöchentlich der Rasenmäher brummt, sind daher nicht sein bevorzugtes Wohngebiet. Liegt der Garten jedoch mehr ländlich und ist etwas größer dimensioniert, kann es schon eher zu einer Maulwurf-Besiedlung kommen. Denn hier verteilt sich die Geräuschbelastung stärker, sodass auch beim Rasenmähen immer irgendwo eine ungestörte Ecke vorhanden ist. Solange es dann nur ab und an einen Hügel gibt, braucht man sich nicht daran zu stören und kann die aufgeworfene Erde für Topfpflanzen nutzen. Dafür eignet sie sich ausgezeichnet, denn sie ist feinkrümelig, fruchtbar und zudem relativ frei von Unkrautsamen.

Wenn aber immer mehr Hügel den Rasen und die Beete zieren, sollte man eventuell doch darüber nachdenken, wie man den Maulwurf vertreiben und auch an der Wiederansiedlung hindern kann. Eine einfache Methode ist es, seinen ausgezeichneten Geruchssinn zu nutzen, um ihm sein Dasein unter den Beeten zu verleiden. Am preiswertesten ist es hier, einen Hundehalter um ein Tütchen ausgekämmter Hundehaare zu bitten. Natürlich gibt es auch verschiedene geruchsintensive Präparate im Garten- oder Baumarkt zu erwerben. Unabhängig von der Herkunft steckt man diese Abschreckungsmittel so tief wie möglich in mehrere Gänge unter den Hügeln. Da der Maulwurf seine Gänge mehrmals durchwandert und dort nach Würmern und anderem Futtergetier sucht, wird der an vielen Stellen auftauchende Geruch den Maulwurf meistens recht zuverlässig vertreiben.

Bei hartnäckigeren Exemplaren kann man an den ausgeprägten Tast- und Vibrationssinn des Tieres anknüpfen. Steckt man hier Windräder – am besten Deko-Windräder aus Metall statt der Kindermodelle aus Plastik – in die Maulwurfshügel, übertragen sich die Schwingungen der Drehbewegung auf die darunter liegende Erde. Dies wird ziemlich sicher den Maulwurf vertreiben – zumindest bis in Nachbars Garten.