Giftige Spinnen – faszinierend und angsteinflößend
Spinnentiere im Allgemeinen ziehen die Menschen von jeher in ihren Bann: Die einen begeistern sich leidenschaftlich dafür – insbesondere für giftige Spinnen –, die anderen brechen in panische Angst aus.
Generell zählen Spinnen nicht gerade zu den beliebtesten Tierarten – viele Menschen erwerben ihre Ängste vor den größtenteils harmlosen Krabbeltieren bereits in der Kindheit. Durch Geschichten über außerordentlich große und gefährliche Exemplare – die sich einer Legende zufolge sogar in den Bananenkisten im Supermarkt aufhalten sollen – wird die Panik freilich noch geschürt.
Es ist durchaus richtig, dass der Biss einiger Spinnenarten im ungünstigsten Fall zum Tod führen kann; vor allem in tropischen Gebieten existieren giftige Spinnen. Allerdings sind diese entgegen allen diesbezüglichen Ammenmärchen zumeist ausgesprochen friedfertig und beißen nur dann zu, wenn sie sich einer starken Bedrohung ausgesetzt sehen. Darüber hinaus sind diejenigen Spinnen, die über wirkungsvolles Gift verfügen, in vielen Fällen ziemlich unscheinbar und/oder klein. Anders die legendenumwobene Vogelspinne – sie wird immer wieder als Paradebeispiel für giftige Spinnen herangezogen. Ihr Erscheinungsbild ist zwar alles andere als unauffällig, die Wirkung ihres Bisses jedoch ist zumeist harmlos und keinesfalls tödlich für den Menschen.
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In Deutschland existieren keine Giftspinnen, die im Falle eines Bisses ein Menschenleben gefährden können. Dennoch kommen einige Arten vor, die bei einer Bedrohung durch den Menschen zubeißen – was fühl- und sichtbare Spuren hinterlassen kann. Der Biss einer Kreuzspinne etwa ist mit einem Bienenstich zu vergleichen: Er ist schmerzhaft und führt mitunter zu Rötungen und Schwellungen. Die Beschwerden können jedoch mittels kühlender Umschläge schnell gelindert werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Biss der Wasserspinne, der allerdings bedeutend unwahrscheinlicher ist: Wie der Name schon sagt, hält sich diese Art zeitlebens in beziehungsweise an moorigen Gewässern auf; es kommt in der Regel zu keinerlei Kontakt mit Menschen. Die zweifellos giftigste Spinne der hiesigen Fauna ist der Dornfinger, der in den wärmeren Gegenden Deutschlands vorkommt. Sein Biss führt zum Brennen und Stechen der betroffenen Stelle, eventuell zu einer Rot-Blau-Färbung und in manchen Fällen zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder sogar Fieber – hier empfiehlt sich der Besuch eines Arztes.
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