Wohngeld für Studenten im Internet errechnen lassen

Wer keine andere staatliche Unterstützung für sein Studium bekommt, der kann versuchen einen Antrag auf Wohngeld zu stellen. Die Genehmigung ist ein seltener Fall und wird oft nur in Ausnahmen bewilligt.


Während des Studiums müssen die meisten Studenten nebenher arbeiten, um sich eine eigene Wohnung oder auch ein Zimmer in einer WG finanzieren zu können. Oft sind die Stundenpläne der Studenten so voll, dass sie es kaum schaffen, die freie Zeit, die ihnen zwischen Hörsaal und Bett bleibt, zur Arbeit zu nutzen. Das Lernen kommt dabei manchmal zu kurz, sodass so mancher Student sich zwischendurch fragt, was sein Hauptberuf ist: das Studium oder der Nebenjob. Da für einen Studenten meist nur die Möglichkeit zu einer geringfügigen Beschäftigung bleibt, kann er oft nicht genügend Geld für Miete und alle anderen wichtigen Ausgaben verdienen. Wen die Eltern nicht unterstützen können, dem kann der Staat mir Fördergeldern zur Seite stehen. Ob man ein Anrecht auf diese hat, kann man entweder vor Ort beim Fachmann oder immer öfter auch im Internet berechnen lassen. Zur Berechnung des eventuellen BAföG-Betrags benötigt man einige Eckdaten wie die Anzahl der Geschwister, das Einkommen von Eltern und Geschwistern, die genaue Wohnsituation, das eigene Einkommen und die Höhe der Miete. Anhand dieser verschiedenen Daten kann der Fachmann oder der Onlinerechner ermitteln, ob jemand das Anrecht auf BAföG hat oder nicht.

Beim Wohngeld sieht es anders aus, denn hier geht es darum, ob der Antragsteller Anspruch auf Unterhalt von seinen Eltern hat. Hat er dies nicht, was in der Regel ab dem 26. Lebensjahr der Fall ist, kann er Wohngeld beantragen. Generell kann man sagen, ­dass Wohngeld für Studierende eher selten vergeben wird, da diese einer anderen bestimmten Förderung untergeordnet sind. Das Wohngeld an sich ist normalerweise Berufstätigen und Erwerbslosen vorbehalten, deren Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig sind. Wenn die Regelstudienzeit überschritten wurde und die normale Förderung durch das sogenannte BAföG aufhört, hat der Student die Möglichkeit, das Wohngeld zu beantragen. Der gesamte Haushalt kann Wohngeld beantragen, sobald einer der Mieter kein Student mehr ist, beziehungsweise, sobald einer der Mitmieter keinen Anspruch mehr auf BAföG hat. Selbst wenn der Rest der Mieter aus Menschen besteht, die keinen Anspruch auf Wohngeld haben, kann der Haushalt aufgrund des einen Berechtigten das Wohngeld beantragen.

Die Beantragung selbst muss mit dem Ausfüllen der entsprechenden Formulare beginnen. Diese findet man meist in den jeweiligen Behörden und Ämtern ausliegen und kann diese in Ruhe zu Hause mit den Angehörigen oder Mitbewohnern ausfüllen. Die Daten sollten alle so genau wie möglich gemacht werden, da nur so die Berechnung der späteren Wohngeldsumme genau sein kann. Die Beantragung ist mit einigen bürokratischen Etappen verbunden und man benötigt an Unterlagen für das Wohngeld aktuell die Bescheinigung des Vermieters, das ausgefüllte Antragsformular, Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers und gegebenenfalls auch weitere Bescheinigungen und Erklärungen. Wichtig ist der Nachweis, dass das eigene Gehalt nur knapp über dem Mindestsatz liegt, da sonst der Eindruck entsteht, man wolle Einkommen verschweigen. Wenn man an alles denkt, kann man die Beantragung meist schnell abschließen. Bis der Antrag bewilligt wird und in Kraft tritt, können einige Monate vergehen, die man auf jeden Fall mit einplanen sollte.