Unedle Metalle: Eisen, Zink, Aluminium und Co.

Edelmetalle, wie Gold, Platin und Silber, kennt jeder. Doch was unedle Metalle sind, das wissen nur die Wenigsten. Bei der Unterscheidung in edel und unedel geht es um die Korrosionsbeständigkeit der Metalle.


Die klassischen Edelmetalle, die über eine besondere Korrosionsbeständigkeit verfügen, sind häufig sehr wertvoll und werden seit jeher zur Schmuckherstellung und Münzprägung verwendet. Unedle Metalle dagegen reagieren unter normalen Bedingungen mit dem Luftsauerstoff – die Metalle oxidieren. Diese Oxidierung, die das Metall angreift und zerstört, kann jedoch durch eine spezielle Beschichtung des Metalls umgangen werden. Die Metalle erscheinen dadurch auch optisch edler und sind vor allem widerstandsfähig gegen Korrosion.

Beispiele für unedle Metalle sind Eisen, Magnesium, Blei, Aluminium und Zink. In der Natur kommen sie in der Regel nicht in Reinform, sondern lediglich als Metallerz, vor. Eine größere wirtschaftliche Bedeutung haben vor allem die Metalle Eisen, Kupfer, Zink, Magnesium und Nickel. Würde man Eisen ungeschützt der Luft aussetzen, so würde sich schon nach kurzer Zeit eine Schicht Rost bilden. Dieser poröse Rost ist Eisenoxid. Anders als die Oxidschicht vieler Metalle, schützt Eisenoxid nicht vor einer weiteren Zersetzung. Doch nicht nur der Sauerstoff in der Luft führt zur Verwitterung. Auch Wasser führt dazu, dass unedle Metalle wie Eisen Rost ansetzen. Eisen wird zum Beispiel beim Schienenbau eingesetzt. Die Verwitterung des Metalls zieht Schäden in Milliardenhöhe nach sich.

Edelmetalle, wie Gold, Silber und Platinmetalle, oxidieren entweder gar nicht oder nur in so geringem Umfang, dass es vernachlässigt werden kann. So bildet zum Beispiel Silber, wenn es mit Schwefelwasserstoff in Kontakt kommt, Silbersulfid. Dieses Oxidationsprodukt ist jedoch zum einen nur eine dünne Schicht und zum anderen greift diese Form der Oxidation das Metall an sich nicht an. Eine weitere Besonderheit der Edelmetalle ist, dass sie von Salzsäure nicht beschädigt werden. Neben den edlen Metallen gibt es außerdem noch die Gruppe der Halbedelmetalle. Diese Metalle oxidieren weitgehend nicht durch Luftsauerstoffe und zeichnen sich durch ein sogenanntes Standardpotenzial aus, das höher als das des Wasserstoffs ist. Generell gilt: Je höher das Standardpotenzial ist, desto edler ist das Metall.