Anionische Polymerisation - ein nützliches Verfahren?

Um Monomere zu Polymeren und somit zu neuen Stoffen zu verbinden, wurde ein ganz besonderes Verfahren entwickelt: die anionische Polymerisation. Sie erfolgt wie andere ähnliche Reaktionen besonders schnell.

 

Sehr viele Produkte werden heutzutage maschinell, schnell und in Massenproduktion hergestellt, getreu dem Motto, das Zeit Geld sei. Auch die chemische Industrie forscht an immer neueren Verfahren, die die Produktion perfektionieren sollen. Vor über 100 Jahren gelang es einem deutschen Chemiker das Verfahren der Polymerisation zu entwickeln, um vorrangig organische Monomere, meist Alkene mit kennzeichnender Zweifachbindung zwischen zwei Kohlenstoffatomen, zu Polymeren zu verbinden, in dem besagte Doppelbindung aufgebrochen wird, um neue Verbindungen zu knüpfen.

Man unterscheidet grundsätzlich die kationische und die anionische Polymerisation. Kationen sind positiv geladene Teilchen und Anionen negativ geladene. Bei letzterer chemischen Reaktion werden also Mehrfachbindungen derart aufgetrennt, dass ein Elektron frei wird und sich neu binden kann. Meist geschieht das mit einem weiteren Monomer. In der ersten Phase der anionischen Polymerisation werden also Bindungen aufgetrennt. Das geschieht meist mit einem Katalysator oder einem anderen Stoff, der die chemische Reaktion einleitet und eines der Kohlenstoffatome bedingt, zwischen denen die Doppelbindung besteht. Das nun freiliegende Elektron geht Bindungen mit anderen Monomeren ein, bei denen erneut die Zweifachbindung aufgebrochen wird. Dabei wird ein weiteres Elektron frei, welches sich wieder binden wird. Es ist eine Kettenreaktion, die erst dann beendet wird, wenn ein Stoff das nun vorhandene Polymer an weiteren Reaktionen hindert.

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Alle anderen Polymerisations-Arten brechen nach einer bestimmten Zeit ab, da das Maximum der Kettenlänge erreicht ist. Die anionische Polymerisation ist jedoch erst dann beendet, wenn die Reaktion durch äußere Einflüsse gestört wird. Ansonsten kann das anionische Polymer immer wieder Verbindungen mit weiteren Monomeren eingehen. Man bezeichnet diese deshalb als lebende Polymere. Selbst nach Jahren kann sich die Reaktion noch fortsetzen.

Die anionische Polymerisation wird vor allem dafür benutzt, um organische Verbindungen für die chemische Industrie herzustellen, die dann weiterverarbeitet werden. Sie hat also eine entscheidende Bedeutung.

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