Die Umsatzsteuer berechnen müssen viele Unternehmen

Wer bei der Gewerbeanmeldung nicht ausdrücklich darauf verzichtet hat, muss als Unternehmer die Umsatzsteuer berechnen. Gemeint ist, dass er diese auf den Nettobetrag in der Rechnung aufschlagen muss.

 

Die meisten deutschen Unternehmer unterliegen der gesetzlichen Umsatzsteuerpflicht. Bis zu einem bestimmten Jahreseinkommen kann man sich aussuchen, ob man umsatzsteuerpflichtig sein möchte oder eben nicht. Ab einem Einkommen von mehr als zwanzigtausend Euro pro Jahr wird der Unternehmer automatisch umsatzsteuerpflichtig, kann sich nicht weiter auf die sogenannte Kleinunternehmerregelung berufen und muss dementsprechend die gesetzlich festgelegte Umsatzsteuer berechnen. Diese wird auch Mehrwertsteuer genannt.

Wer die Umsatzsteuer berechnen muss, ist weiterhin verpflichtet, diese in regelmäßigen Abständen an das für ihn zuständige Finanzamt abzuführen. Der Vorteil für solche Unternehmen liegt darin, dass die selbst bezahlte Umsatzsteuer auf eingehenden Rechnungen mit der auf den ausgehenden Rechnungen gegengerechnet werden kann. Das bedeutet, dass die einbehaltenen Steuern nicht eins zu eins an das Finanzamt weitergegebene werden muss, sondern durch die Verrechnung mit eigenen Ausgaben relativiert werden kann. Wer einen Steuerberater hat oder in größeren Unternehmen eine eigene Buchhaltung unterhält, braucht sich als Inhaber oder Geschäftsführer nicht selbst um derartige Vorgänge kümmern. Kleinunternehmer, die für sich die Nichtberechnung in Anspruch nehmen, müssen dies in einem kurzen Satz in ihren Rechnungen geltend machen. Gerade für Privatkunden ist dieser Umstand dann umso erfreulicher, da diese die aufgeschlagene Mehrwertsteuer nicht ohne Weiteres wiederbekommen können.

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Zurzeit liegt die allgemeingültige Umsatzsteuer bei neunzehn Prozent für herkömmliche Waren und Dienstleistungen und sieben Prozent für Bücher, Zeitschriften und Lebensmittel. Neben den Kleinunternehmern, die diese Steuer nicht in ihren Rechnungen aufführen müssen, verzichten auch selbstständige Ärzte auf diese Berechnung, da sie nicht wie herkömmliche Unternehmer unter das Gewerberecht fallen, sondern als Freiberufler einen gesonderten Status einnehmen. Bei der Umsatzsteuer handelt es sich um eine Steuerart, die es dem Staat ermöglicht, am Verdienst des einzelnen Unternehmers proportional mitverdienen zu können.

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