Ratten Bekämpfung: Welche Möglichkeiten gibt es?
Ratten gelten als krankmachende Schädlinge, die äußerst schwer wieder loszuwerden sind, wenn sie sich erst einmal eingenistet haben. Welche Mittel gibt es, um der Rattenplage Herr zu werden?
Sie sind zäh, schnell und unwahrscheinlich schlau: Ratten. Meist benötigen sie nicht viel, um sich bei den Menschen wie zu Hause zu fühlen. Und wo man eine Ratte sieht, ist die ganze Rattenfamilie oft nicht weit. Für eine rege Fortpflanzung reichen verdorbene Lebensmittel, Kompost und dunkle, sichere Verstecke und Nistplätze aus. Für den Menschen können sie so schnell zur Plage werden. Mäuse und Ratten gelten vielerorts als Krankheitsüberträger, denn bereits eine geringe Menge Kot kann zehntausende Erreger, beispielsweise Salmonellen, enthalten. Oft hört man, dass Rattenbefall meldepflichtig sei. Neben dem großen Gefühl der Scham nagt auch die Angst vor den eingesetzten Beseitungsmethoden an vielen Betroffenen. Vielen graut vor dem Beseitigen der toten Exemplare. Da der Einsatz von Schlagfallen auf frei zugänglichen Flächen meist verboten ist, bleibt für die meisten Rattengeplagten nur der Ausweg, einen Giftstreuenden Kammerjäger einzuschalten.
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Der Schädlingsbekämpfer wendet zur Vernichtung von Ratten meist Pastenköder an. Es ist von großer Bedeutung, den Tieren keinen Grund zur Vorsicht zu geben. Experten sind davon überzeugt, dass sie eine ausgeklügelte Überlebensstrategie besitzen und rangniedere Ratten die Rolle des "Vorkosters" einnehmen. Stirbt eine Ratte qualvoll an Gift oder in einer Falle, ist die komplette Rattenfamilie gewarnt. Schmerzende Giftstoffe und offensichtliche Fallen haben daher meist nur kurzzeitigen Erfolg. Die viel verwendeten Pastenköder werden jedoch von den Tieren meist gern gefressen, denn sie wurden auf den "Geschmack der Ratte" abgestimmt. Da der Köder erst nach wenigen Tagen die erwünschte tödliche Wirkung zeigt, können in der Regel ganze Rattenfamilien sicher bekämpft werden. Zudem ist der Tod für die Tiere meist verhältnismäßig schmerzfrei. Viele Gifte lassen die Ratten innerlich austrocknen. Die übrigen Mitglieder der Rattenfamilie bringen den Tod des einzelnen Tieres daher nicht mit Gift in Verbindung. Spezielle Aufbewahrungsboxen sorgen dafür, dass nur Mäuse oder Ratten an den Köder gelangen können.
Die Köder sollten stets mit Handschuhen angefasst werden, denn Ratten haben einen feinen Geruchssinn und würden bei menschlichen Geruchsspuren schnell Verdacht schöpfen. Außerdem sind Rattengifte auch für den Menschen oft gesundheitsschädlich. In Gebäuden, die gut verschlossen werden können, bietet sich eine Vergasung der Ratten an. Im ländlichen Raum schafft man sich auch mit der Methode des Ertränkens Abhilfe. Dadurch, dass der qualvolle Tod in einem zur Falle umgebauten Wassereimer tierschutzrechtlich höchst bedenklich ist, sollte jedoch auf solche Maßnahmen verzichtet werden. Dies gilt auch für die Verwendung von so genanntem Rattenkleber.
Es gestaltet sich leider immer noch problematisch, dem oftmals anhaltenden Verwesungsgeruch von Ratten zu begegnen, die in ihren schwer zugänglichen Nestern und Verstecken verendet sind. Hier werden bereits Gifte konstruiert, die dem Verwesungsgeruch entgegenwirken sollen.
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