Eigentümer haben wenig Handhabe gegen Mietnomaden
Immer mehr Mietnomaden machen von sich reden. Doch in der Praxis haben Eigentümer kaum eine Chance, ihr Recht durchzusetzen. Oft ist das Gegenteil der Fall: Sanierung und Entsorgung gehen auf das Konto des Vermieters.
Dieses Phänomen geistert bereits seit einigen Jahren durch Deutschland: Mietnomaden machen Hausbesitzern und Vermietern das Leben zur Hölle.
Oft kann die seit Monaten verlassene Wohnung der Mieter, die weder Skrupel noch Hygiene kennen, nur aufgebrochen werden. Das Bild, was sich dann bietet, möchte man seinem ärgsten Feind nicht zumuten. Mülltüten türmen sich, der Boden ist nicht erkennbar und Tausende Fliegen bezeugen Dreck und Unrat, der sich zersetzend über die Wohnung verteilt.
Das, was früher einmal Küche, Bad und Wohnzimmer war, verkommt jetzt zur stinkenden Deponie und was das Schlimmste ist: Der Eigentümer kann nichts gegen den Mieter unternehmen, denn der hat sich mittlerweile inkognito verabschiedet und bereits an einem anderen Ort sein Quartier bezogen.
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Die Kosten für Sanierung und Entsorgung belaufen sich häufig auf mehrere Tausend Euro, und es dauert mitunter bis zu einem halben Jahr, bis der nächste Mieter die Wohnung oder das Haus beziehen kann. Diese Verdienstausfälle belasten wiederum das Konto des geprellten Eigentümers.
Rein rechtlich fühlen sich die Mietnomaden letztendlich auf der sicheren Seite, denn oft kehren sie den Spieß schon im Vorfeld herum. Bereits zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung denken sie gar nicht daran, Miete für ihren Wohnraum zu bezahlen. Stattdessen suchen sie nach vermeintlichen Mängeln wie defekte Heizungen, Schimmel an den Wänden oder Lärmbelästigung durch die Nachbarn. Klagen des Vermieters haben in solchen Situationen nur wenig Effekt, denn die behördlichen Mühlen mahlen langsam und das wird durch die Mietpreller ausgenutzt.
Räumungsklagen werden ausgesetzt und dem Eigentümer sind durch die Gesetze die Hände gebunden.
Angesichts dieser Situation bleibt Wohnungseigentümern meist nichts anderes übrig, als genaueste Auskünfte über seine potenziellen Mieter einzuholen. Wer äußerlich einen solventen Eindruck macht, muss nicht unbedingt auch finanziell gut gestellt sein. Die kriminelle Energie, die manche Mietnomaden aufbringen, um ihre wahren Absichten zu verschleiern, verhindert auch deren Auffinden. Unter einem anderen Namen wird dann der nächste Vermieter geschädigt.
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