Welche Inhalte hat eine Finanzberater-Ausbildung?

Finanzberater helfen Menschen dabei, ihr Leben in finanzieller Hinsicht zu ordnen und zu planen. Sie zeigen Möglichkeiten auf und warnen vor Risiken. Wer also Finanzberater werden möchte, trägt auch Verantwortung.

 

Der Beruf des Finanzberaters (auch als Anlageberater oder Vermögensberater bekannt) findet in der jüngeren Vergangenheit zunehmend Interessenten. Die Gründe hierfür sind zum einen die relativ guten Verdienstmöglichkeiten und zum anderen die geringen Einstiegshürden um in diesem Beruf Fuß zu fassen. Durch Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt in Richtung Dienstleistungssektor ist dieser Beruf auch für Quereinsteiger aus anderen Branchen eine Möglichkeit sich in die Erwerbsgesellschaft zu integrieren und als Finanzdienstleister zu arbeiten. Wer sich dazu entscheidet Finanzberater zu werden, hat in seinem Beruf die Aufgaben seine Kunden bezgl. Geldanlagen, Kredite und Versicherungen zu beraten. Diese Beratung kann dann zum einen aus speziellem Anlass erfolgen oder im Rahmen einer systematischen Finanzplanung stattfinden. Um diese Tätigkeit ausüben zu dürfen, muss man aber vorher eine entsprechende Ausbildung absolvieren, welche mit einer den EU-Richtlinien entsprechenden Zulassungsprüfung endet und zeigen soll, ob der Auszubildende die erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten erlernt hat.

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Die Ausbildung zum Geprüften Versicherungsfachmann/-frau beginnt in der Regel mit der Vermittlung von Grundlagen im Bereich der Finanzberatung. Nach der Vermittlung dieser Grundlagen ist der Auszubildende dazu berechtigt eigenständig seine ersten Kundendaten zu erheben, ohne allerdings beratend tätig zu sein. Dadurch sollen erste praktische Erfahrungswerte gesammelt werden. Anschließend beinhaltet die Ausbildung zum Finanzberater die Fach- bzw. Vertriebsausbildung. In diesem Ausbildungsabschnitt kommt es zur Beschäftigung mit Beratungskonzepten der Altersvorsorge, rechtlichen Grundlagen, Prinzipien der Einkommenssicherung und der Gesundheitsversorgung sowie der Sach- und Vermögenssicherung. Dadurch sollen fachspezifische Inhalte gemäß der vorgegebenen Vermittlerrichtlinie veranschaulicht und das Konzept der ganzheitlichen Finanzberatung vermittelt werden. Parallel dazu werden im praktischen Bereich die Erstellung von Beratungskonzepten sowie das Führen von Beratungsgesprächen mit Kunden gelernt und trainiert, indem man eine bereits ausgebildete Kollegin oder einen Kollegen bei seiner Arbeit begleitet und ihr/ihm assistiert. Manche Firmen bieten zusätzlich die Möglichkeit sich im Beratungsbereich zu spezialisieren. Mögliche Spezialisierungen können z. B. in den Aufgabenfeldern der betrieblichen Altersvorsorge, im Immobiliensektor oder den Bereichen Kapitalanlage und Finanzierung erfolgen.

Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre, kann aber gegebenenfalls auf bis zu zwei Jahre verkürzt werden. Voraussetzungen, die man mitbringen sollte sind ein erfolgreicher Schulabschluss, gute Kommunikationsfähigkeit, Sicherheit im Bereich der Rechtschreibung, ein ausgeprägtes Zahlenverständnis, Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer, die Bereitschaft Neues zu erlernen sowie ein gepflegtes Auftreten. Durch die Kundenbesuche ist zudem Mobilität ein entscheidendes Kriterium, weshalb ein Führerschein der Klasse 3 vorhanden sein sollte.

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