Sterbebegleitung: Ausbildung in Medizin und Psychologie
Die sozialen Dienstleistungen werden traditionell von kirchlichen Institutionen versorgt. Das betrifft unter anderem auch die Sterbebegleitung. Ausbildung bieten Ordenshäuser und soziale Einrichtungen.
Die Betreuung von Kranken und alten Patienten wurde lange Zeit von den kirchlichen Institutionen und Orden im Rahmen der sozialen Gemeindearbeit übernommen. Eine Ausbildung im herkömmlichen Sinne gab es nicht, da die Obliegenheit der Kirche zukam. Theologisches Wissen wurde als wichtigste Unterstützung bei der Sterbebegleitung gesehen. Eine psychologische Ausbildung gab es dabei nicht. Der Glaube und das Vertrauen zu Gott ersetzten die Fachkenntnis.
Dabei ist es wichtig, für sich selbst eine Möglichkeit zu finden, mit dem Leid und den schwierigen Krankheiten umzugehen, denen man als Sterbebegleiter ausgesetzt ist. Nicht nur die Kranken, sondern auch die Angehörigen haben ein Recht auf Trost und Unterstützung. Die Arbeit ist schwierig und bestimmt nicht dankenswert, daher sollte jedem, der diese Arbeit auf sich nimmt, ein gesunder Respekt gezollt werden.
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Für den Betreuer ist die Sterbebegleitung-Ausbildung ein wichtiger Schritt zum Eigenschutz. Der Umgang mit Patienten und Angehörigen in schwierigen und extremen Situationen wird erlernt. Ernstfälle und emotional anstrengende Fälle werden durchgespielt und vermitteln Sicherheit in der Anwendung. Vor allem aber ist auch eine gesunde Portion Menschenverstand und Mitgefühl gefragt. Das kann nicht erlernt, aber geübt und verfeinert werden. Die Sterbebegleitung-Ausbildung erfordert das auch vom Ausbildenden.
Bei der Beratung sind psychologische und emotionale Hilfestellungen genauso wichtig wie praktische Hilfestellung bei allen Fragen zur Gestaltung der Trauerfeier und Bestattung. Auch kleine Freuden im Alltag wie ein Lesekreis, eine musikalische Aufmerksamkeit oder ein Blumengruß können den Kranken eine große Hilfe sein und positive Gedanken ins Krankenzimmer bringen. Eine fröhliche Stimmung wird auch bei den Besuchern und Verwandten gebraucht. Dabei erfordert die Diskrepanz zwischen der ernsten Sachlage und der aufmunternden Worte durchaus viel Gefühl: Ohne Sinn und Verstand Plattitüden von sich zu geben hat meistens einen sehr negativen Effekt. Daher ist eine gute Ausbildung in der Funktion als Sterbebegleiter von größter Wichtigkeit.
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