Satzglieder bestimmen - welche Schüler können das noch?

Wenn es um das Deklinieren von Substantiven und das Konjugieren von Verben geht, schalten laut einer bekannten Studie deutsche Schüler schnell ab. Doch wie schneiden sie ab, wenn es um Satzglieder bestimmen geht?

 

„Der Wagen fährt mit mäßiger Geschwindigkeit nach Osten“, sagt der Lehrer und blickt die Klasse fragend an. Es geht um das Thema: Satzglieder bestimmen. Auf den meisten Gesichtern spiegelt sich eher Ratlosigkeit, denn aufstrebende Erkenntnis, wider. Dabei ist die ganze Sache doch so einfach. Die deutsche Sprache gliedert sich im Satzbau in drei grobe Teile: Subjekt, Prädikat und Objekt. Wie man irgendwann einmal in der Schule gelernt hat, fragt man nach dem Subjekt mit: Wer hat etwas getan? Also der sogenannte Satzgegenstand, welcher auch immer im Nominativ (erster Fall) vorkommen muss. Kommt außerdem ein Substantiv im Satz vor, das nicht im Nominativ angewendet wurde, kann es sich nur um ein Objekt (Satzgegenstand) handeln. Dieses wird vorzugsweise im Akkusativ (vierter Fall) oder Dativ (dritter Fall) angezeigt.

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Die Tätigkeit des Satzgegenstandes, also des Subjektes, wird mit einem Verb - in diesem Fall mit einem Prädikat – umschrieben. Im o.g. Beispiel wäre es das Wort: fährt. Infinitiv: fahren. Also 3. Person Singular Präsens aktiv, wenn man es konjugiert erklärt. So manchen älteren Menschen mag in diesem Zusammenhang das „Tuwort“ ein Begriff sein. Geht man so detailliert vor, ist das Satzglieder bestimmen überhaupt kein Problem mehr. Das letzte grundsätzliche Glied, welches jetzt noch besprochen werden muss, ist das Objekt. Die Frage nach demselben lautet in der Regel: Wo befindet sich das Subjekt, oder wohin fährt es, aber auch: Wen besucht es? Da in der deutschen Sprache auf die Frage wo oder wohin nur der Dativ und der Akkusativ (vierter Fall) stehen kann, befindet sich auch das Objekt in dieser grammatikalischen Form.

Weitere Satzglieder sind zum Beispiel: adverbiale Ergänzungen der Zeit, des Ortes oder des Modus. Im erwähnten Beispiel wäre es das Wort „mäßig“. Wie fährt das Auto? Mäßig. Es umschreibt also genauer die Art und Weise, wie ein Subjekt etwas tut. Zerlegt man auf diese Weise unterschiedliche Sätze des Öfteren in ihre Bestandteile und bestimmt diese, fällt einem nach einer gewissen Zeit das Satzglieder bestimmen nicht mehr halb so schwer, und auch der gekonnte Sprechrhythmus kommt mit der Übung.

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