Hauptschulabschluss nachmachen ist ab 15 Jahren möglich
In den einzelnen Bundesländern gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wenn jemand den Hauptschulabschluss nachmachen möchte. Verschiedene Bildungseinrichtungen bereiten auf die staatliche Prüfung vor.
Die beruflichen Aussichten für Menschen, die über keinen Hauptschulabschluss verfügen, sehen in der Regel düster aus. In den meisten Fällen ist dieser niedrigste Schulabschluss die Anforderung für eine Ausbildungsstelle oder eine weitere schulische Laufbahn. Das Nachholen des Hauptschulabschlusses erfolgt über den sogenannten zweiten Bildungsweg. Da das Bildungssystem in Deutschland in jedem Bundesland anders aufgebaut ist, unterscheiden sich die Angebote zum Teil sehr.
Möchte jemand den Hauptschulabschluss nachmachen, muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Er muss mindestens 15 Jahre alt sein. Die Schulpflicht von zehn Jahren muss erfüllt sein und mindestens die siebte Klasse absolviert haben. In manchen Fällen können Eignungstests gemacht werden. Im Berufsvorbereitungsjahr oder Förderberufsfachschulen kann man den Hauptschulabschluss nachmachen, kostenlos und in einem Jahr. Geeignet sind diese Angebote für Schüler, die in ihrer Schulzeit keinen Hauptschulabschluss erworben haben.
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Die Abendhauptschulen, Volkshochschulen, Fernschulen und privaten Ersatz- und Ergänzungsschulen sind kostenpflichtig. Hier besteht eventuell die Möglichkeit, sich die Kosten durch den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit erstatten zu lassen. Volkshochschulen sind staatliche Weiterbildungsstätten, die überall vorhanden sind und Beratungen durchführen. Sie bieten Kurse zu festen Unterrichtszeiten am Abend oder Vormittag in ihren Gebäuden an. Der Unterricht findet in Pflichtfächern wie Deutsch und den Wahlpflichtfächern wie Biologie oder Erdkunde statt. Für den Besuch einer Abendhauptschule liegt das Zugangsalter zwischen 17 und 19 Jahren. Hier kann auch der erweiterte Hauptschulabschluss erworben werden.
Fernschulen haben den Vorteil, dass die Schüler sich die Zeit zum Lernen frei einteilen können. Daher ist es möglich, gleichzeitig berufstätig zu sein. Eigenverantwortliches Lernen setzt eine große Disziplin voraus. Die Kursmaterialien, Studienhefte, Tonkurse und Lehrbücher müssen bezahlt werden. Die staatliche Prüfung, auch Externenprüfung genannt, ist kostenlos und findet ein bis zwei Mal pro Jahr in mündlicher und schriftlicher Form statt.
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