Die Ausbildung zum Berufsschullehrer ist anspruchsvoll
Die Ausbildung zum Berufsschullehrer unterscheidet sich in Deutschland von Bundesland zu Bundesland in manchen Einzelheiten, aber die Struktur der Ausbildung und ihre Ziele sind im Wesentlichen gleich.
Unterschiedlich ist die Bezeichnung der Schulform, auf die die Ausbildung zum Berufsschullehrer vorbereitet. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise heißen diese Schulen nicht Berufsschulen, sondern Berufskollegs. Und das Lehramt, für das die Ausbildung qualifiziert, heißt Lehramt an Berufskollegs. Bundesweit gleich ist aber die so genannte zweiphasige Lehrerausbildung, die für Berufsschullehrer ebenso gilt wie für Lehrer an allgemeinbildenden Schulen.
An das Studium an einer Universität oder Technischen Hochschule schließt sich der Vorbereitungsdienst in einer Schule und einem Studienseminar an. Der angehende Berufsschullehrer muss zwei Prüfungen bestehen, ehe er eine Planstelle im Schuldienst besetzen kann. Beide sind Staatsprüfungen. Die erste Prüfung schließt das Studium ab und wird von Hochschullehrern und Praktikern aus dem Schuldienst gemeinsam abgenommen. Hier steht die fachliche Qualifikation des Kandidaten im Vordergrund. Um die Eignung für den Schulunterricht geht es am Ende des Vorbereitungsdienstes, der in der Regel zwei Jahre dauert. Deshalb sind Lehrer und Vertreter der Schulbehörde die Prüfer bei der zweiten Staatsprüfung. In beiden Phasen der Ausbildung geht es darum, möglichst gute und engagierte Lehrer für den Schuldienst zu gewinnen. Das trifft selbstverständlich für Berufsschullehrer ebenso zu wie für Lehrer an allgemeinbildenden Schulen.
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Die Ausbildung zum Berufsschullehrer unterscheidet sich aber von der anderer Lehrer in einem ganz wichtigen Punkt. Alle Studenten, die die Staatsprüfungen für Lehrämter absolvieren wollen, müssen während ihres Studiums für einige Wochen ein Praktikum in einer Schule ableisten. Das ist sinnvoll, weil sie die Schule in der Rolle des Lehrers erleben und erkennen können, ob sie für diesen Beruf geeignet sind. Vom angehenden Berufsschullehrer werden darüber hinaus aber Praktika in Unternehmen verlangt, in denen Berufsschüler, die er künftig unterrichten soll, ihre Ausbildung erhalten. Wer beispielsweise das Fach Bautechnik studiert, macht ein Praktikum in einem Bauunternehmen. Erfahrungen in einer Bank sammelt, wer später Bankbetriebslehre unterrichten will.
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