Die amerikanische Aussprache ist stark im Kommen

Wurde noch vor wenigen Jahren beim Erlernen der englischen Sprache eindeutig die britische Variante bevorzugt, gibt es in letzter Zeit zunehmend Schulungen und Kurse für die amerikanische Aussprache des Englischen.

 

Noch vor wenigen Jahren bedeutete das Erlernen der englischen Sprache, dass ein Schüler die britische Variante erwarb. Das sogenannte British English galt als die Weltsprache des ehemaligen Commonwealth und als Wissenschaftssprache. Heute hat sich das gewandelt. Der Einfluss der amerikanischen Kultur in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft hat so zugenommen, dass zwar noch nicht an den Schulen, aber beispielsweise an Kursen zum Erlernen von sogenanntem Business English die amerikanische Sprachvariante bevorzugt gelehrt wird.

Die Unterschiede zwischen britischem und amerikanischem Englisch liegen dabei nicht nur in der unterschiedlichen Aussprache einiger Laute oder Lautfolgen. Auch der Wortschatz und zum Teil Grammatik und Rechtschreibung unterscheiden die beiden Sprachvarianten. Unterschiede im Wortschatz gehen dabei zum Teil auf die Entstehung des Amerikanischen aus einer ehemaligen britischen Kolonie zurück, die einen Teil des archaischen Wortschatzes bis in die heutige Zeit beibehalten hat. Dazu gibt es kulturell bedingte viele getrennte Neubildungen von Wörtern. Die amerikanische Aussprache weist dabei den sogenannten rhotischen Akzent auf, den man auch im Schottischen, Irischen und Kanadischen findet, nicht dagegen in England, Wales, Australien, Neuseeland, Südafrika und einigen Teilen Amerikas wie New York, Neuengland und teilweise der Südstaaten, wo der nicht-rhotische Akzent gesprochen wird.

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Neben der Beeinflussung des Business English als Wirtschaftssprache durch den amerikanischen Sprachraum sind Spielfilme und Musik aus den Vereinigten Staaten sicher ein Türöffner für die Gewöhnung an die amerikanische Aussprache des Englischen hierzulande. In den Songs der Hitparaden wird eher vom amerikanischen "kid" als vom englischen "child" gesungen, kommt eher ein "truck" als ein "lorry" vor und geht man zwar shoppen, aber nicht im britischen "shop", sondern im amerikanischen "store". Ohne auf linguistische Details der Unterschiede in der Aussprache einzugehen, wird das Amerikanische oft als breiter, lässiger und entspannter empfunden, während das Britische im deutschen Ohr nasaler, verkrampfter und aristokratisch-arroganter klingt.

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