Berufsschullehrer werden ist arbeitsaufwendig
Junge Mädchen und junge Männer, die sich nach dem Abitur für ein Lehramtsstudium einschreiben, wollen eines Tages in der Schule arbeiten. Manche von ihnen wollen Berufsschullehrer werden.
Wer Berufsschullehrer werden will, erfährt von der Studienberatung seiner Universität, dass er bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Er muss die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife und spätestens bis zur Zwischenprüfung Kenntnisse in zwei Fremdsprachen nachweisen. Dies gilt für alle Studierenden, die einmal Lehrer werden wollen. Alle müssen während ihres Studiums auch einige Wochen in der Schule tätig sein und die Praxis des Lehrerberufs kennenlernen. Wer aber den Beruf des Berufsschullehrers vor Augen hat, der muss während seines Studiums – das heißt natürlich: In den Semesterferien – wirklich praktisch arbeiten.
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Wenn andere in die Sonne fahren oder arbeiten, um Geld für ihr Studium zu verdienen, muss der angehende Berufsschullehrer seine Zeit mit Praktika verbringen, für die es keine oder nur eine geringe finanzielle Vergütung gibt. Die meisten Prüfungsordnungen verlangen Praktika von der Dauer eines ganzen Jahres, die entweder am Stück oder in mehreren Abschnitten abgeleistet werden können. In seinem Fach-Praktikum arbeitet der Student in der Branche, in der auch seine künftigen Schüler tätig sein werden. Wer an der Universität das Fach Energietechnik studiert, wird ein Praktikum in einem Unternehmen der Energiewirtschaft absolvieren, Chemietechniker gehen in die chemische Industrie. Die Studierenden müssen sich ihre Praktikumsplätze selbst suchen. Das ist nicht immer einfach. Wer allerdings vor Aufnahme des Studiums eine Lehre in einem praktischen Beruf abgeschlossen hat, ist von einem Praktikum befreit.
Berufsschullehrer werden verlangt auch während des Studiums viel Eigeninitiative, aber auch Anpassungsbereitschaft. Der Student studiert zwei Unterrichtsfächer. Die Lehrveranstaltungen, die er besucht, werden in der Regel auch für Studierende anderer Fächer angeboten. Der Lehramtsstudent, der Chemietechnik studiert, sitzt mit Kommilitonen zusammen, die einen Abschluss in Chemie anstreben, und wer das Fach Personalwirtschaft gewählt hat, arbeitet mit angehenden Wirtschaftswissenschaftlern zusammen. Das ist nicht immer leicht, weil der Studierende sich Anforderungen verschiedener Fachdisziplinen gegenübersieht.
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