ADHS: Schule wird für Kinder oft zu einem Problem
Lernen und der Umgang mit Gleichaltrigen ist schwierig für Kinder mit ADHS. Schule und Eltern zu Hause sind oft überfordert, weil sie nicht wissen, wie sie mit den Problemen umgehen müssen.
ADHS ist die Abkürzung für eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, die sich bei Kindern - und hier bei Jungen deutlich häufiger als bei Mädchen - im Alter von 6-10 Jahren zeigt. Bei der Ausprägung sowie der Stärke der Erkrankung ist auch das Umfeld des erkrankten Kindes von Bedeutung. Erhebliche Folgen kann das auch später haben für Kinder mit ADHS. Schule und Beruf leiden, weil das Kind von Versagensängsten geplagt wird und hierdurch besteht die Gefahr weiterer psychischer Störungen.
Eine Behandlung ist möglich und richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild: Sowohl das Alter des betroffenen Kindes sind von Bedeutung als auch die Schwere der Krankheit und die jeweiligen Symptome des diagnostizierten ADHS. Schule oder Seminar mit speziellem Programm können mit Konzentrationstrainings und Autogenem Training gute Ergebnisse erzielen. Oft ist auch eine Familientherapie empfehlenswert, um Eltern und Kinder gleichzeitig im Umgang mit der Krankheit zu unterstützen und in den verschiedenen Möglichkeiten zu schulen.
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Bevor eine Therapie begonnen wird, muss jedoch durch einen Arzt oder einen Psychologen eine zuverlässige Diagnose gestellt werden, die ADHS belegt. Weil die Diagnose oft nicht leicht ist, werden viele Störungen erst im Erwachsenenalter festgestellt. Einen guten Hinweis auf eventuelle ADHS-Störungen liefern Konzentrationstests, die aber nicht mehr als ein Indiz darstellen. Denn nicht jeder, der sich schlecht konzentrieren kann, ist direkt an ADHS erkrankt. Es empfiehlt sich deshalb eine Diagnose-Checkliste anzulegen, auf der sämtliche Auffälligkeiten festgehalten werden. Zu einer grundlegenden Diagnose gehört auch die Befragung des Umfeldes des betroffenen Kindes sowie eine neurologische Untersuchung, eine differenzierte Verhaltensbeobachtung und eine psychologische Testdiagnostik. Um ADHS zu diagnostizieren, sollte die Symptomatik bei dem erkrankten Kind seit mehr als einem halben Jahr vorliegen und vor Abschluss des siebten Lebensjahres diagnostiziert sein.
Nur wenn sämtliche Eventualitäten ausgeschlossen werden können, sollten entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
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