Was unternehmen, wenn man private Schulden hat?
Durch die Wirtschaftskrise hat sich für viele die finanzielle Situation stark verschlechtert. Vor allem, wenn man einen festen Beruf verloren hat, ist die Gefahr groß, in die Schuldenfalle zu tappen.
Ob beim Kauf eines neuen Autos oder einer Küche: Die meisten Deutschen können sich größere Anschaffung nur mit einem Kredit leisten. In der Regel ist das kein Problem, da Kredite nur vergeben werden, wenn die eigene Rückzahlungsfähigkeit gewährleistet ist. Doch was passiert, wenn man seinen Beruf verliert? Der Kredit muss dennoch zurückgezahlt werden und in vielen Fällen reicht dazu die Arbeitslosenunterstützung des Staates nicht aus. Viele häufen so Schulden an und das vollkommen unverschuldet.
Aber es gibt auch andere Fälle: Oftmals kaufen sich Menschen, obwohl sie das Geld dafür nicht besitzen, Waren über das Internet. Die Gefahr besteht darin, dass man meist mit wenigen Klicks ein Onlinekauf auf Raten ordern kann, ohne dafür große Anstrengungen zu unternehmen. So können mehrere Ratenkäufe zur selben Zeit abgeschlossen werden, ohne dass überhaupt die Mittel dafür zur Verfügung stehen. Man verschuldet sich stark.
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Doch was für Auswirkungen hat eine Verschuldung? In der Regel dauert es einige Zeit, bis man die Nachwirkung für die eigene, nicht vorhandene Solvenz spürt: Während Erinnerungen und Mahnungen per Post oder E-Mail kommen und meist ignoriert werden, so ist es nicht ratsam, Gerichtsvorladungen oder sogar den Gerichtsvollzieher zu ignorieren. Man kann für den absichtlichen Aufbau von Schulden immerhin auch ins Gefängnis kommen.
Was kann man also machen, um gegen die eigenen Schulden vorzugehen? Das Erste, was man immer beherzigen sollte, ist ein gutes Haushalten. Wenn man alle Ausgaben im Monat vorplant, ist die Gefahr gering, überhaupt Schulden aufzubauen, da man sich Geld zur Seite legen können wird, denn weniger kaufen bedeutet manchmal, sich mehr leisten zu können. Wenn man nun jedoch schon Schulden hat und man sie nicht allein bewältigen kann, gibt es kostenfreie staatliche Schuldnerberater, die sich der Sache annehmen. Man kann sich mit den Firmen, bei denen man Schulden hat, besprechen und sich auf einen Vergleich einigen. Im schlimmsten Fall muss man die Privatinsolvenz anmelden: Dabei erklärt man sich offiziell für zahlungsunfähig. Wenn man nun die Vorlagen einhält, kann man nach 6 Jahren komplett schuldenfrei sein.
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