Geldprobleme bewältigen - welche Möglichkeiten gibt es?
Geldprobleme betreffen zwar fast alle Einkommensgruppen, das Lösen derselben fällt jedoch besonders Personen mit niedrigem Einkommen schwer. Die Schuldenfalle schnappt zu, und es gibt scheinbar kein Entrinnen.
Eine Lösung ist jedoch immer möglich, sie bedarf allerdings einigen Einsatzes und einiger Selbstdisziplin. Wer sich dazu nicht in der Lage fühlt, sollte sich Unterstützung bei einer staatlichen Schuldnerberatungsstelle holen. Mit einem Schuldnerberater an der Seite nimmt die Bewältigung der Geldprobleme schnell und strukturiert ihren Lauf.
Folgende Arbeitsschritte sind in Angriff zu nehmen: Zunächst wird eine genaue Liste aller bestehenden Schulden angefertigt. Sorgfalt ist vonnöten, da vergessene Posten schnell das ganze Unternehmen ins Wanken bringen. Besonders Schulden an Energieversorger, Vermieter und Finanzamt können rasch negative Folgen haben, sie sollten zuerst getilgt werden. Der nächste Schritt ist eine Aufstellung der monatlichen Ausgaben. Dazu zählen Fixkosten und variable Kosten. Auch bei dieser Liste sollte man sehr sorgfältig vorgehen und ehrlich sein. Gerne werden Tabakwaren “vergessen”. Eine große Hilfe ist ein regelmäßig geführtes Haushaltsbuch. Hat man Ausgaben und Einnahmen verglichen, erscheint oft eine negative Zahl. Jetzt hilft ein Nebenjob oder Sparen. Da seriöse Nebenjobs rar sind, sollte man sich mit möglichen Einsparungen beschäftigen. Lebensmittel aus dem Discounter sind da eine Möglichkeit, Empfänger von ALG-II können eine der bundesweit errichteten “Tafeln” aufsuchen. Oder kann man auf bestimmte Versicherungen verzichten oder einen günstigeren Vertrag abschließen? Hohe Telefonkosten sind auch zu vermeiden, indem man ein Flatrate-Angebot nutzt. Muss man wirklich rauchen? Gesundheit und Geldbeutel würden auch hier einen Verzicht begrüßen.
Wer ein geregeltes Einkommen hat und nicht bei einer Auskunftei für Kreditunwürdigkeit eingetragen ist, kann seinen bestehenden Bankkredit eventuell erweitern, um alle Schulden zusammenzufassen. Das macht insofern Sinn, dass aus vielen verschiedenen Ratenzahlungen eine einzige wird, was die monatliche Belastung stark senkt und die Gefahr von sehr hohen Inkassokosten eindämmt.
Sollten all diese Maßnahmen nicht reichen, die Geldprobleme in den Griff zu bekommen, besteht die Möglichkeit, die Privatinsolvenz einzuleiten, wobei man von seinem Schuldnerberater begleitet wird.
