Führt negatives Eigenkapital in die Insolvenz?
Eine Unterbilanz hat nicht immer die Zahlungsunfähigkeit zur Folge. Investitionen einer Firma können zu finanziellen Engpässen führen. Deshalb ist eine gute Vorausplanung durch den Firmeninhaber sehr wichtig.
Wenn eine Firma gegründet oder auf ein höheres Niveau gesetzt werden soll, bleibt eine Investition in die Zukunft nicht aus. Viele Anschaffungen wie Maschinen, Anlagen usw., d. h. Gegenstände, die als sogenannte Geldwerte ersichtlich sind, haben ihren entsprechenden Wert. Allerdings sollte an die jeweilige Abschreibung gedacht werden. Irgendwann sind diese Gegenstände komplett aus der Bilanz verschwunden. Wurde ein hoher Kredit aufgenommen, kann dies ganz schnell dazu führen, dass die Negativseite der Bilanz immer weiter steigt. Die Zinsen können sich hier sehr negativ auswirken. Bei Immobilien sieht es anders aus; diese ziehen zumindest keine Abschreibung – wie bei Maschinen, Autos usw. – nach sich. Auch wenn sie eimal an Wert verlieren sollten, kann sich dies in guten Wirtschaftszeiten schnell wieder ins Gegenteil verkehren. So ist es natürlich immer ein Sicherheitsfaktor, wenn man Eigentümer eines eigenen Betriebsgebäudes ist.
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Es sind nicht nur die Ausgaben für die Gegenstände, die eine negative Bilanz nach sich ziehen können. Auch die Investition in Werbung, z. B. in Zeitungen, auf Prospekten und Visitenkarten, hat hier ihren Anteil. Werbung heißt auch, Leute kennenzulernen und eventuell auch einmal einzuladen, was wiederum Kosten verursachen kann. Auch Lohnkosten müssen bedacht werden.
Wenn der Investor eine gute Planung für seine Ziele und auch die entsprechenden Vorbereitungen getroffen hat, kann die Investition ihm große Gewinne bringen. Das wird aber nicht von heute auf morgen der Fall sein. Entscheidend ist auch, dass er ganz genau Buch darüber führt, ob die Einnahmen und die Ausgaben ins Positive oder Negative führen. Es muss vorher bereits ersichtlich sein, dass die Einnahmen in einer absehbaren Zeit wieder zu einer positiven Bilanz führen werden. Es läuft natürlich nicht immer so glatt, wie man es sich wünscht oder plant. Zahlungen, die nicht eingehen oder andere nicht vorhersehbare Ereignisse können ganz schnell die Planung kippen. Oftmals muss der Selbstständige so flexibel sein, Aufträge auch kurzfristig an Land zu ziehen. Stellt sich trotz aller Bemühungen kein Erfolg ein, bleibt leider nur noch der Weg in die Insolvenz.
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