Der Pfandbrief: Verzinsung und hohe Sicherheit

Mit dem Pfandbrief refinanziert eine Bank einen Kredit. Dank der hohen geforderten Sicherheiten, besteht für den Investor praktisch keine Gefahr, sein Geld zu verlieren. Mehr noch, er bekommt sogar das Doppelte zurück.

 

Ein Pfandbrief ist eine Anleihe, die von einer Pfandbriefbank ausgegeben wird. Dabei zeichnet sich der Pfandbrief vor allem durch eine hohe Bonität aus. Des Weiteren steht dem Investor eine Deckungsmasse zur Verfügung, für den Fall, dass die den Pfandbrief ausschreibende Bank Insolvenz anmelden muss. Diese Deckungsmasse setzt sich aus unterschiedlichem Besitz der Bank zusammen, je nachdem, welche Form eines Pfandbriefes vorliegt.

Der Pfandbrief als solches ist eine Erfindung aus dem 18. Jahrhundert. Um mit möglichst viel Kapital arbeiten zu können, schlossen sich mehrere Großgrundbesitzer zusammen und erhielten im Gegenzug Wertpapiere, die ihnen eine Gewinnausschüttung in Höhe der prozentualen Beteiligung garantierten. Nicht viel Zeit verging und das Bankwesen führte dieses Prinzip in seine Struktur ein. So wurden Pfandbriefe an Investoren herausgegeben, die ihnen einerseits die Beteiligung am Gewinn der Bank und andererseits, im Falle der Insolvenz der Bank, den vollen Wert des Pfandbriefes, sprich der Investition, zusicherten.

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Im Laufe der Jahre wurde dieses Prinzip dann weiterführend verbessert und schlussendlich per Gesetzesgrundlage formalisiert. Die heutige Grundlage der Pfandbriefe bildet das Pfandbriefgesetz, das seit 2005 in Kraft ist. Dieses erlaubt allen Kreditinstituten das Herausgeben von Pfandbriefen, sofern diese eine Erlaubnis bei der entsprechenden Finanzbehörde eingeholt haben. Die Verzinsung eines Pfandbriefes liegt dabei, je nach Kreditinstitut, zwischen 0,6 % und 6 %; am Ende der Laufzeit eines Pfandbriefes erfolgt zudem eine 100-prozentige Auszahlung des eingesetzten Kapitals.

Daraus resultiert auch die hohe Sicherheit der Pfandbriefe. Hauptmerkmale dieser Sicherheit sind: erstens die staatliche Lizenzierung durch die entsprechende Finanzbehörde und zweitens die verpflichtenden Deckungswerte der Pfandbriefe, die nach dem Pfandbriefgesetz schon vor der Herausgabe eines Pfandbriefes bestehen müssen. Darüberhinaus besteht auch das Recht für den Investor, im Falle einer Insolvenz der Bank, vor allen anderen Gläubigern der Bank aus dem noch übrigen Kapital Geld zu erhalten.

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