Wetter auf den Azoren - Regenjacke nicht vergessen
Die zu Portugal gehörende Inselgruppe mitten im Atlantik befindet sich zwar im sogenannten Mittelmeerbecken, ist aber aufgrund des sehr unbeständigen Klimas als "Wetterküche Europas" bekannt.
Inmitten des Atlantischen Ozeans befindet sich die große Inselgruppe der Azoren. Ihre westlichsten Inseln, Corvo und Flores, gehören geologisch sogar schon zu Nordamerika. Sie befinden sich auf der nordamerikanischen Kontinentalplatte. Politisch gehören die Atlantikinseln jedoch zu Portugal und damit - trotz der großen Entfernung sowohl vom europäischen als auch vom amerikanischen Festland - zur Europäischen Union. Die Gruppe teilt sich in neun große und mehrere kleinere Inseln auf.
Die Azoren bestimmen Europas Wetter: Das berühmte Azorenhoch sorgt für sommerliche Hitze und viel Sonnenschein. Die Fachwelt spricht in diesem Zusammenhang auch von der "Wetterküche Europas". Das Klima auf den Azoren selbst ist jedoch sehr wechselhaft, scherzhaft sprechen die Einheimischen von den "vier Jahreszeiten an einem Tag". Wer hier seinen Urlaub verbringen möchte, sollte unbedingt wetterfeste Kleidung einpacken. Zwar regnet es häufig, aber die Temperaturen schwanken dabei nicht sehr stark. Im Sommer wird es meist nicht wärmer als 25 °C, eine Wärme, die ideal beispielsweise für einen Wanderurlaub ist. In den Wintermonaten wird es oft nicht kälter als etwa 10 bis 15 °C. Das milde Klima lädt zum Urlaub das ganze Jahr hindurch ein, wobei allerdings in den Sommermonaten touristische Hauptsaison ist. In dieser Zeit regnet es nicht so häufig wie in den restlichen Monaten. Bedingt durch die Lage im Atlantik ist die Luftfeuchtigkeit stets sehr hoch, weshalb der durchschnittliche Mitteleuropäer die eigentlich milden Temperaturen im Sommer als recht heiß empfindet. Ebenfalls bedingt durch die geografische Lage kann es vor allem im Winter zu heftigen Stürmen kommen.
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Auf den Azoren kann an einem Tag alles zusammenkommen: Strahlender Sonnenschein trifft auf strömenden Regen, morgendlicher dichter Nebel weicht einem heißen Tag mit wolkenlosem Himmel. Das Wetter hier ist sehr eigen, bestimmt wird es durch die Nähe der Inselgruppen zum Äquator. Am heißen Äquator verdunstet das Wasser und steigt mit der warmen Luft nach oben. Durch verschiedene Winde werden die warmen und feuchten Luftmassen in die Nähe der Azoren getrieben, wo es - bedingt durch kühlere Luft - abgekühlt wird und schließlich abregnet. So entsteht auch das aus Funk und Fernsehen bekannte Azorenhoch, das zwar für stabil schönes Wetter in Europa sorgt, aber in dieser Hinsicht keinen Einfluss auf die Wetterlage im Archipel hat. Extreme Temperaturen werden durch den nahebei befindlichen Golfstrom vermieden. Auch die Wassertemperaturen bleiben dadurch konstant warm.
Für einen Badeurlaub eignen sich die Sommermonate zwischen Juli und September am besten. In dieser Zeit ist mit wenigen Niederschlägen, aber dafür mehr Sonnenstunden am Tag zu rechnen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit allerdings kann das Wetter trotzdem als bedrückend und schwül empfunden werden. Empfindliche Personen sollten aus diesem Grund lieber in die Nebensaison - etwa von April bis Juni oder im September/Oktober - ausweichen. Frühling und Herbst ist auch die ideale Zeit für einen Wanderurlaub durch die abwechslungsreiche Landschaft der Inselgruppe. Für einen Badeurlaub eignen sich die Sommermonate eher. Der Winter ist durch heftige Stürme und starke Unwetter gekennzeichnet. Auch Sturmfluten und Überschwemmungen sind in diesen Monaten nicht selten.
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