Eine Woche in NEW YORK

Was immer man auch über New York sagt, man hat es schon mal gehört. Selbst die Lüge, New York sei auch nur eine Stadt.

 

Weil wir die Wahrheit erzählen, und nichts als diese, aber Klischees umgehen wollen, fällt an dieser Stelle kein Wort über die City, die niemals schläft; geschwiegen wird auch über grüne Lungen, die größer sind als Monaco. Stattdessen ermuntern wir Sie dazu, sich vor Ort jeden Tag ein paar Stunden der Kunst zu widmen, auf dass Sie Ihre ganz eigene Wahrheit finden. Das Whitney Museum (www.whitney.org) informiert in seiner Biennale noch bis zum 1. Juni über den aktuellen Stand der amerikanischen Kunst. Ein nachmittäglicher Besuch des MoMA (www.moma.org) lässt sich das ganze Jahr über wunderbar mit einem Abendessen im Diningroom des angrenzenden The Modern (www.themodernnyc.com) verbinden - der Roasted Maine Lobster wird hier mit Kräutern, Schwarzwurzel und Apfel serviert, selten hat moderne Kunst einen Menschen so glücklich gemacht. Die Außenstelle des MoMA, das PS1 (www.ps1.org), ist ein Topgrund, einen Ausflug nach Queens zu planen, womöglich der erste von vielen. Nachdem in den letzten zehn Jahren ein großer Williamsburg/Park Slope/Dumbo-Hype die junge Szene nach Brooklyn zog, wird gemunkelt, dass nun Astoria, eines der Viertel von Queens, zum next big thing wird. Eine Verlagerung von hier nach da hat auch Manhattans Galerieszene hinter sich. Nachdem Rem Koolhaas das Guggenheim SoHo in einen Prada-Store umgebaut hat und André Balazs das Celebrity-magnetische Boutiquehotel The Mercer (www.mercerhotel.com) eröffnete, hat sich das Viertel endgültig vom Kunsthändler-Kiez in eine wuselige Open-Air-Shopping-Mall verwandelt.

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Im westlichen Chelsea geht’s auf den Straßen weniger geschäftig zu, dafür sind die Mieten günstiger und die Industriebauten geräumiger. Seit viele Galeristen sich zwischen der 10. und der 11. Avenue und der 21. bis 24. Straße angesiedelt haben, kann man sich hier einen ganzen Tag herumtreiben. "Doing the galleries" nennen die New Yorker das und nehmen auch gern die abendlichen Openings mit (Leutegucken und Freigetränke inklusive). Während die bekannten Händler wie Andrea Rosen, Barbara Gladstone, Larry Gagosian, Matthew Marks, Metro Pictures, Sonnabend und David Zwirner das Who’s who der Kunstwelt im Portfolio führen, gibt es immer wieder neue Adressen, in deren Räumen die Werke junger Künstler zu entdecken sind. Und, ja: Hier kann man sich durchaus ein Stück leisten! Noch nicht genug? Einen guten Überblick über Kunst in Chelsea bietet die Site www.chelseaartgalleries.com.

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