Reisekolumne: Stille im Paradies
Anthony Lassman ist Herausgeber der exklusiven "Nota-Bene"-Reiseführer, die nur im Abonnement zu beziehen sind ( www.nbreview.com ). Auf PARKAVENUE.DE verrät er, wo die Welt am schönsten ist.
Die Sommermonate sind die Problemzone im Kalender jedes anspruchsvollen Vielreisenden. In einigen Destinationen wird es zu heiß, in anderen zu voll. Und wenn beides zusammen-kommt, wird es un-er-träg-lich! Denn wer will schon zum Geschrei von anderen Leute Kinder krebsrot um den letzten Sonnenschirm rangeln? Zum Glück gibt es Wege, um der stereotypen Juli/August-Problematik zu entkommen. Allerdings sind diese mitunter weit. Nehmen wir zum Beispiel Neuseeland: Spektakuläre Landschaft, eine beeindruckende Wein- und Gourmetkultur und eine entspannte Atmosphäre erwarten den Erholungssuchenden, wenn er den langen Flug auf sich nimmt. Er wird belohnt mit diversen Luxus-Lodges, die Suiten mit atemberaubenden Aussichten und Firstclass-Service bieten. Beschäftigen tut man sich mit kontemplativem Ins-Grüne-Starren oder körperlicher Betätigung.
Drängelig, das kann ich versichern, wird es in Neuseeland nirgendwo. Eine meiner liebsten Lodges ist "Blanket Bay". In der wilden "Herr der Ringe"-Szenerie können Gäste Heli-Ski fahren, raften, angeln, reiten, wandern, klettern oder golfen. Oder faulenzen. Und sich abends vom besten Küchenchef des Landes bekochen lassen. Auch die Inseln Indonesiens sind von Mai bis Oktober wunderbare Orte. Moyo, östlich von Bali gelegen, kennt keine Touristenströme. Ein Paradies für Naturliebhaber!
Die 20 Zeltunterkünfte des luxuriösen Amanwana Resorts verstecken sich im üppigen Grün des Dschungels. Besonders schön sind jene Zelte, die einen Meerblick haben! Dass die Bezeichnung "Zelt" sich lediglich auf die äußere Form der Behausung bezieht, dürfte klar sein. Ausstattung und Service lassen - ganz "Aman Resorts" - keine Wünsche offen. Das angrenzende Tauchgebiet gilt als eines der besten der Welt.
Ein ruhiges Erlebnis der kulturellen Art bietet ein Besuch des Amanjiwo Resorts. Nahe Borobudur in Zentral-Java gelegen, liegt diese Anwesen zwischen Tempeln, Klöstern und lokalen Kunstgalerien. Die Umgebung lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad oder vom Pferderücken aus erkunden. Ich rate zum kombinierten Besuch in beiden Resorts.
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Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme, ist die Karibik während der europäischen Sommermonate sehr wohl ein gutes Reiseziel. Natürlich ist mit Regenschauern zu rechnen - aber die gehen meist schnell vorbei. Und Regen in der Karibik hat mit Regen in, sagen wir - London, so viel gemein wie Parrot Cay mit einer Autobahnraststätte.
"Parrot Cay" auf Turks and Caicos, ist eines meiner Lieblingsresorts. Man sollte aber darauf achten, eine der Beach Villas zu bekommen. Sind diese bereits ausgebucht (was oft passiert, ich bin nicht der einzige Fan) ist The Sanctuary eine exzellente Alternative. Donna Karan hat die Acht-Schlafzimmer-Villa designt, nach dem Urlaub möchte man sich zuhause sofort neu einrichten. Wem auf Turks and Caicos das St Tropez-Flair fehlt, sollte sich - ich wiederhole mich beharrlich - für St Barths entscheiden. Die Insel bietet zwar kein Robinson Crusoe-Feeling, dafür aber Top-Restaurants, hippe Boutiquen und eine angenehme Nightlifeszene. Wer Wert auf Strandnähe und Ambiente legt, wählt zwischen dem "Eden Rock" und dem "Isle de France". In beiden Hotels werden Sie garantiert nie Streit um den letzten Sonnenschirm bekommen. Und plärrende Kinder gibt es hier auch nicht. Denn St. Barths lässt jeden lächeln.
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