Warum heute Arbeitnehmer eine Kündigung schreiben

Die Gründe dafür, warum jemand eine Kündigung schreiben möchte, können vielfältig sein und sind oft so individuell wie die Person selbst. Gerade jüngere Arbeitnehmer beweisen hier große Flexibilität.

 

Es ist interessant, die Entwicklungen in der heutigen Arbeitswelt zu beobachten. Da ist auf der einen Seite die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust zu sehen. Immer wieder erleiden selbst Branchenriesen Schiffbruch und müssen in die Insolvenz gehen oder sie müssen in schmerzvollen Sanierungsverfahren „gesundgeschrumpft“ werden. In beiden Fällen sind die Hauptleidtragenden die Arbeitnehmer, die plötzlich auf der Straße stehen. Vor allem ältere Mitarbeiter, die vielleicht seit Jahrzehnten bei dem Unternehmen gearbeitet haben, verlieren dabei leicht den Boden unter den Füßen. Sie haben es besonders schwer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

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Auf der anderen Seite ist zu beobachten, dass vor allem die jüngeren Arbeitnehmer nicht mehr ihr Leben lang bei einer Firma arbeiten wollen und sich entsprechend auch gar nicht erst darauf einstellen. Sie sind flexibel und jederzeit bereit, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn dies ihrer Karriere Vorschub leistet. Aber nicht nur Karrieregründe führen dazu, dass Arbeitnehmer heute schneller selbst eine Kündigung schreiben als früher. Viele achten auch verstärkt auf ihre sogenannte Work-Life-Balance, also den Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Karriere und Familienleben. Wenn sie spüren, dass eine Arbeitsstelle ihnen nicht gut tut, wenn das Arbeitsklima oder die Firmenphilosophie mit ihren eigenen Vorstellungen von produktivem Zusammenarbeiten widersprechen, sind diese jungen und meist vielversprechenden Arbeitnehmer nicht zögerlich. Ist eine entsprechende Veränderung am Arbeitsplatz selbst nicht möglich, sehen sie sich zügig nach einer neuen Arbeitsstelle um. Gerade diese jüngere Generation möchte sich nicht nach wenigen Jahren in einem Burn-out-Syndrom wieder finden.

Möchte man nun eine Kündigung schreiben, sollte man vor allem die Kündigungsfristen beachten, die im Arbeitsvertrag festgehalten sind. Je länger die Person bei einem Unternehmen gearbeitet hat, desto länger ist in der Regel die Kündigungsfrist. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der neue Arbeitgeber bereits feststeht. Hier sollte der Kündigungswillige sich informieren, damit sich die Zeiten nicht überschneiden.

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