Deutsche Wirtschaft: Geschichte und Entwicklung

Die Wirtschaft der Bundesrepublik ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Mit ihrer hohen Anzahl an Exporten in den Bereichen Maschinen und Automobilzubehör, gilt sie als Exportweltmeister.

 

Die Wirtschaft der Bundesrepublik ist eine Volkswirtschaft, die vor allem auf die Sektoren Dienstleistungen und Güter spezialisiert ist. Wenig Bedeutung dagegen hat die Produktion landwirtschaftlicher Güter und Rohstoffe. Im Handel mit anderen Ländern erwirtschaftet Deutschland mit verschiedenen Produkten aus der Industrie, wie Automobilzubehör, elektrischen Geräten oder Maschinen, jedes Jahr wieder Überschüsse. Dies hat allerdings den Nachteil, dass Deutschland stark abhängig von den Entwicklungen und der Liquidität der Handelspartner ist. Es gibt in der Bundesrepublik zwar einige große Kohlevorkommen, dennoch importiert Deutschland einen Großteil der Rohstoffe zur Energieversorgung. Das hängt damit zusammen, dass im Laufe der Jahre die Bedeutung von Kohle immer mehr abgenommen hat und der Bedarf gesunken ist. Die steigende Öl-Nachfrage lässt sich dagegen nur durch den Import bedienen.

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Obwohl Deutschland die viert-größte Volkswirtschaft weltweit ist, gibt es dennoch einen Unterschied zwischen wirtschaftsstarken und -schwachen Regionen innerhalb der Bundesrepublik. Vor allem im Süden des Landes befinden sich starke Ballungsräume, in denen Erzeugnisse aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Industrie für eine große Wirtschaftsstärke sorgen. Die mittelständischen Betriebe sind hauptsächlich in den ländlichen Regionen zu finden. Auch hier ist die stärkste Ballung im Süden, aber auch in der Hauptstadtregion zu verzeichnen.

Rückschläge steckte die Wirtschaft in Deutschland vor allem in der Kriegszeit ein. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 kam es zu einem Währungswechsel, der eine jahrelange Inflation nach sich zog. Erst 1923 konnte sich die Wirtschaft wieder stabilisieren, eine hohe Arbeitslosenzahl konnte jedoch nicht eingedämmt werden. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 brachte die Bundesrepublik erneut ins Wanken. In dieser Zeit stieg die Zahl der Arbeitslosen noch einmal kräftig an, mit dem Zusammenbruch des Welthandels entschied sich der damalige Reichskanzler für eine Erhöhung der Steuern und Sozialausgaben, um den Haushalt wieder auszugleichen. Die Armut zog in viele Teile des Landes ein. Zu Beginn des nächsten Weltkrieges war die Arbeitslosenzahl wieder auf ein Minimum gesunken, durch die Kämpfe verlor Deutschland jedoch einen großen Teil seiner Arbeitskräfte und versuchte dies mit der Zwangsarbeit von Menschen aus dem Ausland wieder auszugleichen.

Mit dem Wiederaufbau und der Währungsreform nach den Weltkriegen begann für das Land eine neue Blütezeit. In den sechziger Jahren konnte die Bundesrepublik eine Vollbeschäftigung der Bürger verzeichnen. Gastarbeiter aus anderen Ländern deckten den noch fehlenden Bedarf an Arbeitskräften ab. In den Siebzigern stagnierte das Wachstum, Branchen wie der Bergbau verloren an Wichtigkeit, neue Schlüsselindustrien entwickelten sich. Es kam zu einer großen Expansion auf dem Sektor der Dienstleistungen, der noch heute zu den wichtigsten Bereichen der deutschen Wirtschaft zählt. Mit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 kam es zu einer neuen Währungsunion. Die Infrastruktur in ganz Deutschland wurde stark verbessert, es konnte ein Produktivitätsanstieg bei den Arbeitskräften verzeichnet werden. Der Prozess zur Angleichung von Ost und West dauerte einige Zeit, noch heute sind Unterschiede in den Bundesländern erkennbar.

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