Marie en Rose
Ihr Familienname ist einer der besten Türöffner Frankreichs. Doch die Tochter des ehemaligen Premierministers de Villepin legte ihn ab. Und wurde ohne großen Namen - aber mit ein paar Narben! - das neue Gesicht von Givenchy
So etwas hat die Zimmerdecke schon lange nicht mehr gesehen: Marie liegt in der Küche auf der Arbeitsplatte, ihre Mähne fällt wie Goldregen zu Boden.Es ist ein Bild für sexbejahende Götter, und wenn die Zimmer decke ein Erinnerungsvermögen hat, wird sie jetzt wehmütig: Denn es gab eine Zeit, in der sie täglich eine souveräne Blondine unter sich hatte.
Das Pariser Apartment am Boulevard Saint-Germain, in dessen Küche nun Marie liegt, gehörte mal Brigitte Bardot. Und nur die Zimmerdecke weiß, ob BB hier ihrem Herrenbesuch ein Omelette Surprise gebraten hat.
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Marie entgleist kein Gesichtszug, als sie hört, wer das Apartment, in dem sie nun fotografiert wird, bewohnte, aber sie fragt, ob sie nicht in ein Robbenkostüm schlüpfen solle, als Hommage an Bardots Tierliebe. „Die Sache mit den Seehunden hat BB total übertrieben.“ Dann lächelt sie – nicht aasig, aber auch nicht freundlich. Irgendwo dazwischen.
