Silvio Berlusconi – vom Unternehmer zum Politiker

Silvio Belusconi – ein umstrittener Politiker. Doch wie konnte der Italiener überhaupt derart erfolgreich werden?

Der Politiker Silvio Berlusconi wurde am 29. September 1936 in der Stadt Mailand in Italien geboren. Nach seinem Schulabschluss absolvierte Berlusconi eine kaufmännische Ausbildung. Im Jahr 1961 gelang es Berlusconi, sich mit einem Bauunternehmen in Mailand selbstständig zu machen. Daraufhin stellte er 1966 sein Geschick als Unternehmer unter Beweis und leitete ein großes Bauprojekt. Es folgten weitere Aufträge. Ein großer Erfolg war auch der Bau einer Satellitenstadt im Jahr 1969, in welcher es Wohneinheiten für mehr als 10.000 Menschen gab. Berlusconi verdiente mit diesem Projekt ein kleines Vermögen, welches er zum großen Teil in Medienunternehmen investierte.

Die erste Übernahme eines Fernsehsenders gelang Berlusconi im Jahr 1979. Nach und nach kaufte er immer weitere Sender und eroberte mit seinem unternehmerischen Geschick auch den europäischen Medienmarkt. Ab 1986 wurde Berlusconi nach einer Großbeteiligung zum Präsidenten vom AC Mailand. Außerdem erwarb er 1988 die Kapitalmehrheit bei einem der größten Wirtschaftsunternehmen Italiens.

An seiner politischen Karriere arbeitete Berlusconi vor allem ab 1990. Im Frühjahr 1994 gewann er mit seiner rechtsliberalen Partei „Forza Italia“ die Parlamentswahlen. Im Jahr 1997 wurde er wegen der Fälschung von Bilanzen zu einer Haftstrafe verurteilt, musste diese Strafe wegen einer Amnestie jedoch nie antreten. Im Jahr 2001 siegte Berlusconi mit seiner Partei bei den Parlamentswahlen und wurde zum Staats- und Regierungschef Italiens ernannt. Einer Wahlniederlage gegen seinen Herausforderer Romano Prodi unterlag Silvio Berlusconi 2006. Romano Prodi leitet seither das zweite Kabinett als Ministerpräsident.
Im Sommer 2013 wurde Berlusconi in erster Instanz im Ruby-Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt, da er Sex mit einer Minderjährigen hatte.