FRAGEBOGEN: Christian Ulmen

Er liebt Situationen, die jede Routine sprengen. In „Unter Ulmen“, als „Herr Lehmann“ oder „Mein neuer Freund“ erschuf er feine Komik. Zuletzt erhielt der Moderator und Schauspieler für den Krimi-Ulk „Dr. Psycho“ den Grimme-Preis

Wann waren Sie wirklich glücklich? Als ich heute morgen die Sonne über Berlin sah. Was ist Ihre größte Angst? Beim Versand von vertraulichen E-Mails versehentlich einen falschen Adressaten eingegeben zu haben, womöglich denjenigen, über den man sich in der Mail unflätig geäußert hat. Welche lebende Person bewundern Sie am meisten – und weshalb? Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsinformationszentrums (BIZ) in Berlin, Friedrichstraße. Weil sie jungen Menschen kompetent, hin gebungsvoll, mit stählerner Geduld und sogar Humor die vielschichtige Welt des Berufslebens realistisch näherbringen, wie ich kürzlich bei Dreharbeiten intensiv erfahren durfte. Ihre früheste Erinnerung? Drei tiefe, nasse Löcher in einem Ritterdenkmal aus Stein, in die man Bonbonpapier stecken konnte. Welche Zauberkraft hätten Sie gern? Hase aus Hut. Der Charakterzug, den Sie an sich am wenigsten schätzen? Vorsicht. Der Charakterzug, den Sie an anderen am wenigsten schätzen? Vorwitz. Welcher war der bislang peinlichste Augenblick in Ihrem Leben? Der steht noch aus. Ich durchlebte bereits viele herrlich peinliche Momente und bin stets auf der Suche nach dem nächsten Scham-Kick, sodass ich auf den peinlichsten Augenblick noch hoffe und hinarbeite. Ihr liebstes Eigentum? Apple Mac Pro 2×2,8 GHz Quad-Core Intel Xeon. Ihr liebstes Buch? Wechselt ständig. Derzeit: „Feuchtgebiete“ von Frau Charlotte Roche. Welches ist Ihr Lieblingswort? Erguss. Wo möchten Sie gern leben? In Potsdam. Was macht Sie niedergeschlagen? Mein Handy-Vertrag. Läuft noch 16 Monate. Vorher kein Entkommen. Was mögen Sie an Ihrer äußeren Er scheinung am wenigsten? Meine Halsschlagader. Wann haben Sie das letzte Mal geweint, und warum? Beim Finale von „Six Feet Under“. Wer würde Sie in einem Film über Ihr Leben spielen? Anneke Kim Sarnau. Wie würden Sie sich für ein Kostümfest verkleiden? Als Luchs oder als Rabe. Wie entspannen Sie sich? Fussi auf Playsi. Welche ist Ihre geheime Leidenschaft? Das Beobachten von Wildgänsen in freier Natur. Wer oder was ist die größte Liebe Ihres Lebens? Die Malerei. Wie fühlt sich Liebe an? Wie Schlaf auf taufeuchtem Gras oder wie ein saftiges Steak. Wer wären Ihre Gäste bei einem Wunsch- Dinner? Dr. Jürgen Schneider, Konrad Kujau, Arno Funke und Franjo Pooth. Welches Wort oder welche Redewendung verwenden Sie zu häufig? „Am Ende des Tages…“ Wenn Sie in die Vergangenheit reisen könnten – wohin? 1995. Was ist Ihre größte Leistung? 3,20 Meter im Weitsprung, Bundesjugendspiele 1987. Wie soll sich die Nachwelt an Sie erinnern? Mit DVDs. Welche ist die wichtigste Lektion, die das Leben Sie gelehrt hat? Nicht alles im Leben ist gleich gut. Erzählen Sie uns bitte ein Geheimnis. Auf gar keinen Fall. Es würde mich zu sehr an meine größte Angst erinnern.