Schillernde Hamburger Persönlichkeit – Ex-Bürgermeister Ole von Beust

Ole von Beust war vom 31. Oktober 2001 bis 25. August 2010 Erster Bürgermeister der Freien Hansestadt Hamburg. Zwischen 1977 und 1983 war er Landesvorsitzender der Jungen Union in Hamburg, seit 1978 ist er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. An von Beust, von Beruf Rechtsanwalt und Autor mehrerer Bücher, scheiden sich immer noch die Geister. Der streitbare Politiker hält in seinem 2012 erschienenen Buch „Mutproben“ ein Plädoyer für Ehrlichkeit und Konsequenz. Hierin kommt er selbst recht positiv, seine Hamburger CDU jedoch nicht besonders gut weg.

Ole von Beust gelang es als Erster, in einer traditionell von der SPD regierten Stadt, die CDU an die Macht zu bringen. Er bildete in Hamburg die erste schwarz-grüne Koalition Deutschlands. In seiner Zeit als Hamburger Bürgermeister koalierte von Beust, der seit seinem 16. Lebensjahr politisch aktiv ist, mit den Grünen und der rechtspopulistischen Schill-Partei. Schill war es auch, der Ole von Beust als homosexuell outete und später versuchte, ihn mit seiner Homosexualität zu erpressen.

Als 2012 bei einem Streik der Vorfeldkontrolleure am Frankfurter Flughafen die Verhandlungen stockten, versuchte von Beust, diese wieder in Gang zu bringen. Obwohl die Betreibergesellschaft Fraport ihn als Schlichter bestellt hatte, wurde sein Vorschlag nicht angenommen.

Nachdem die Hamburger CDU bei der Bürgerschaftswahl 2010 sehr schlecht abgeschnitten hatte, warf von Beust als Politiker das Handtuch und zog sich ins Privatleben zurück. Seither arbeitet er wieder als Anwalt und für Unternehmensberatungsfirmen. Von Zeit zu Zeit lässt er sich auf Empfängen sehen. Im Juni 2013 hat er seinen 36 Jahre jüngeren Lebensgefährten geheiratet.