Die einflussreichsten Menschen der jüdischen Society...
Michel Friedman, Anwalt, TV-Moderator, CDU-Politiker, Journalist und nicht zuletzt Ehemann von Bärbel Schäfer…
Der umtriebige Friedman war schon vieles in seinem Leben. Leider auch einmal Mittelpunkt in einem Skandal um Zwangsprostituierte, was ihn fast alles kostete. Zuletzt macht er mit Interviews und Reportagen über Neonazis von sich reden.
Julius Schöps ist Historiker und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam. Zu seinen direkten Vorfahren gehört der Philosoph Moses Mendelssohn und der Theologe David Friedländer. Er trat aus der jüdischen Gemeinde Berlin nach schweren Querelen aus und gilt bis heute als ernstzunehmender Kritiker.
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Michael Wolffsohn ist ein konservativer Historiker und lehrt an der Universität der Bundeswehr in München. Seine Verteidigung von Folter gegen Terroristen und ein Nazi-Vergleich Münteferings brachten ihm viele Gegner ein.
Daniel Barenboim ist einer der führenden Musiker und Dirigenten der Welt. Der siebenfache Grammy-Preisträger ist Generalmusikdirektor der Staatsoper unter den Linden. Im kommenden Jahr wird er das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigieren. Barenboim provozierte, als er Wagner zum ersten Mal in Israel aufführte. Zu seinen Herzensprojekten gehört ein Orchester aus palästinensischen und israelischen Jungmusikern.
Maxim Biller ist Autor und Kolumnist bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für große Aufregung sorgte seine legendäre Kolumne in den 80ern „100 Zeilen Hass“ in Tempo. Großes öffentliches Interesse erreichte auch der Prozess, den eine Ex-Freundin und deren Mutter gegen ihn wegen angeblicher Persönlichkeitsrechtsverletzung im Roman „Esra“ anstrebten.
Charlotte Knobloch ist seit 2007 als Nachfolgerin von Paul Spiegel und zuvor Ignaz Bubis Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und dem Vernehmen nach letzte Holocaust-Überlebende in dieser Funktion. Eine ehemalige Hausangestellte rettete Charlotte, indem sie das Mädchen als ihr eigenes ausgab. In ihrer Zeit als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München wurde das neue Gemeindezentrum gebaut.
Arno Lustiger ist Historiker und Schriftsteller. Er wuchs in Schlesien auf und wurde als Kind in diverse Konzenrationslager verschleppt, in denen sein Vater ermordet wurde. Lustigers Cousin ist der kürzlich verstorbene katholische Kardinal von Paris Jean-Marie Lustiger. Seine Tochter Gila ist ebenso als Schriftstellerin erfolgreich.
Colleen B. Rosenblat ist Schmuckdesignerin. Sie konvertierte aus Passion zum Judentum und heiratete später den Manager Michael Rosenblat.
Dani Levy ist einer der beliebtesten Kinoregisseure Deutschlands. Der gebürtige Schweizer hat in seinem Erfolgshit „Alles auf Zucker“ geschafft, einen von der Vergangenheit unberührte deutsch-jüdische Komödie zu drehen, weniger Erfolg hatte seine Hitler-Parodie „Mein Führer“ mit Helge Schneider.
Daniel Josefsohn, der gebürtige Hamburger fotografiert für alle guten Magazine, erfindet Parfüms, gestaltet den Auftritt des Theaterfestivals Impulse und begleitet Herbert Grönemeyer auf Tourneen. Kürzlich standen israelische Soldaten vor seiner Kamera, mit Accessoires von Prada.
Ralph Giordano ist Journalist, Schriftsteller und Regisseur. Seine politische Sinnsuche, die ihn zwei Jahre freiwillig in die DDR führte, und seine öffentliche Abschwörung von Stalin und Kommunismus bestimmten die intellektuelle Diskussion. Seither gilt er als moralische Instanz, kam aber durch sein Engagement gegen die Kölner Großmoschee selbst in die Kritik multikulturell ambitionierter Aktivisten.
Marek Lieberberg ist einer der führenden Konzertveranstalter Deutschlands. Er organisierte die Tourneen von u.a. Aerosmith, Bon Jovi, Guns'N'Roses, Metallica, Bruce Springsteen, Bryan Adams, Dire Straits, Sting und Celine Dion.
Michael Degen überlebte in einem Versteck in Berlin die Gewaltherrschaft und wurde zu einem Theater- und Filmschauspieler u.a. bei Bert Brecht, Peter Zadek, Ingmar Bergman, Claude Chabrol, Rudolf Noelte und George Tabori. Seine Autobiographie „Nicht alle waren Mörder“ wurde ein Erfolg und mit Starbesetzung verfilmt. Weniger brillant fiel leider sein obskurer Roman über Hitlers Hund Blondie aus.
Willy Kramer – ein Mann mit vielen Talenten oder sagen wir mit einer abwechslungsreichen Vita: Der Berliner mit jüdischen Wurzeln hat vom Soul- und Jazzsänger, Freelancer im Multimediabereich, Filmemacher, Jugendbetreuer, bis hin zum Skilehrer und Pizzabäcker einiges durchprobiert. Doch nun ist er zu seiner wahren Leidenschaft zurückgekehrt: dem Geschichten erzählen. Und davon kennt er viele, ausreichend jedenfalls für ein Buch mit 39 Anekdoten, dem er den zärtlichen Namen "Berlin Fucking City" gab.
Arthur Cohn besitzt sechs Oscars, mehr als sonst irgendjemand. Der Baseler Filmproduzent und vor allem Financier zeichnet sich für Filme wie "Die Gärten der Finzi Contini" bis zu "Die Kinder des Monsieur Mathieu" verantwortlich. Wegen seiner engen Kontakte zu fast allen großen Verlagen, fallen Artikel über ihn stets besonders überschwänglich aus.
Artur „Atze“ Brauner wurde in Polen geboren und überlebte im Gegensatz zu 49 seiner Verwandten unerkannt in der UdSR. 1946 ging er überraschend nach Berlin und wurde einer der erfolgreichsten Filmproduzenten Deutschlands. Zu seinen Werken gehören unter anderem Meisterwerke wie "Mädchen in Uniform" mit Romy Schneider, "Das indische Grabmal" von Fritz Lang und "Hitlerjunge Salomon".
Henryk M. Broder ist einer der streitbarsten Publizisten Deutschlands und bekennender Transatlantiker. Wortgewaltig und ohne Angst vor deftigen Kraftausdrücken kämpft er in Spiegel, Tagesspiegel sowie auf seiner eigenen Homepage und dem Blog „Achse der Guten“ gegen linkes Gutmenschentum und als Israelkritik getarnten Antisemitismus. Im letzten Jahr erhielt er den renommierten Börne-Preis.
Joseph Joffe ist einer der Herausgeber der Zeit. Der Harvard-Absolvent, wo er heute neben Stanford auch als Dozent lehrt, zählt zu einem der meinungsstärksten deutschen Publizisten. Besonders beliebt sind die mitunter amüsanten Matinees mit seinem Kollegen Michael Naumann in Hamburg.
Lord George Weidenfeld stammt aus Österreich und lebt in Großbritannien, von wo aus er bevorzugt in Springer-Titeln die Welt erklärt. Für seine Beratertätigkeit des israelischen Kabinetts Weizmann erhob Elisabeth II den Verleger, Journalisten und Diplomaten in den Adelstand.