Zimmerpflanzen: richtiger Standort hat große Bedeutung
Wer sich eine neue Pflanze zulegt, sollte in jedem Fall darauf achten, diese richtig zu pflegen. Die Pflanze sollte unbedingt an einem für die individuellen Bedürfnisse passenden Standort platziert werden.
Die Geschichte der Pflanzenkultur hatte ihre Anfänge bereits bei den Ägyptern, die Pflanzen in Kübeln und anderen Behältern heranzogen. Auch in China wurden schon vor etwa 2500 Jahren Topfpflanzen bei Ausstellungen gezeigt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine rapide Entwicklung der Pflanzenzucht. Im Jahr 1716 wurde ein Warmwassersystem entwickelt, welches es ermöglichte, auch in Nordeuropa exotische Pflanzenarten zu kultivieren. Um 1900 war die Auswahl an Pflanzen für den Zimmergebrauch noch auf den Farn oder der Efeu beschränkt, da diese Arten auch in dunklen Räumen gedeihen konnten, die mit Kohlefeuer beheizt wurden. Erst ab dem 20. Jahrhundert wurde das Sortiment auf weitere Arten, wie beispielsweise Begonien, Palmen, Zinerarie, Fuchsien, Cyclamen, Pantoffelblumen, Azaleen und Anthurien, erweitert. Erst etwa im 19. Jahrhundert wurden die Pflanzen in bürgerlichen Kreisen auch zu dekorativen Zwecken verwendet. Denn davor fanden sie ausschließlich als Nahrungsmittel oder in der Medizin ihren Nutzen.
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Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzenarten, wie beispielsweise der Gartenpflanzen, werden die Topfpflanzen über das ganze Jahr im Haus gepflegt. In den meisten Fällen werden sie in Töpfen gehalten, da ihnen der natürliche Nährboden fehlt. Die größte Anzahl dieser Pflanzen stammt aus den tropischen Regenwäldern und den umliegenden Gebieten. Zu den bekanntesten Vertretern der Pflanzen aus dem Regenwald gehören Bromelien, Orchideen und Philodendron. Mittlerweile haben Grünpflanzen für den Menschen eine wichtige Bedeutung, nicht nur in dekorativer Hinsicht, denn sie binden verschiedene Schadstoffe, wie beispielsweise Formaldehyd oder Ammoniak, aus der Luft und wandeln diese in Teilen in Kohlenstoffverbindungen um. So wird die Luft eines Wohnraums von ungesunden Schadstoffen durch die Pflanzen gefiltert.
Die Auswahl an Pflanzen, die ganzjährig im Haus gehalten werden können, ist groß. Diese Pflanzen sind gut an die Bedingungen und Gegebenheiten des Wohnraums angepasst. Grundsätzlich wird eine Einteilung in blühende Topfpflanzen und Grünpflanzen vorgenommen. Die erste Gruppe zeichnet eine meist wiederkehrende Blüte, die zweite Gruppe ein attraktives und eventuell farbliches Laub, aus.
Die Deutschen geben auf das Jahr gerechnet etwa 50 Millionen Euro für Grünpflanzen aus. Zu den beliebtesten Pflanzen gehören der Gummibaum, das Alpenveilchen, die Orchideen, der Elefantenfuß, die Zitruspflanzen und die Palmen. Diese Pflanzen zeichnen sich durch die Einfachheit der Pflege und ihre farbenfrohen und innovativen Formen aus. Generell sollte bei der Haltung natürlich darauf geachtet werden, dass die Pflanze einen für ihre Bedürfnisse passenden Standort bekommt, denn dieser ist von entscheidender Bedeutung. Manche Arten mögen es lieber, wenn sie viel Sonne und Licht bekommen, wie zum Beispiel Kakteen. Andere hingegen vertragen die Sonne nicht gut und stehen lieber in schattigen Räumen und Plätzen mit wenig Sonneneinstrahlung.
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