Wohnen mit Holz: Wandverkleidungen haben viele Vorteile

Kaum ein Material sorgt für ein angenehmeres Raumklima und lässt sich zudem so vielfältig einsetzen wie Holz. Wandverkleidungen sind nur eine Möglichkeit, sich die Vorteile dieses Rohstoffes zunutze zu machen.


Wenn der Frühling kommt, soll auch in den eigenen vier Wänden ein frischer Wind wehen. Tapezieren und Streichen haben jetzt Hochkonjunktur. Doch nicht nur Tapeten und Farben können einem Raum ein neues Gesicht verleihen, sondern auch der Einsatz von Holz. Wandverkleidungen, Deckenpaneele und Fußböden aus diesem natürlichen Werkstoff lassen Räume je nach Holzart und Verarbeitung warm und gemütlich oder elegant und repräsentativ wirken.

Vor allem Wandverkleidungen sind wahre Zauberkünstler. Mit ihnen kann man ungünstige Proportionen kaschieren und einen Raum höher oder niedriger, breiter oder tiefer erscheinen lassen. Ganz nebenbei verschwinden hinter ihnen unebene oder rissige Wände, Leitungen und Kabel. Holzverkleidungen verbessern zudem Raumklima, Wärmeisolierung und Schalldämmung. Durch die große Auswahl an Profilhölzern und Paneelen in allen gängigen Holzarten und unterschiedlichen Dekoren kann nahezu jeder Gestaltungswunsch umgesetzt werden. Das Angebot reicht von preiswerten Hölzern wie Fichte und Kiefer bis hin zu teuren und edlen Holzarten wie Mahagoni, Zeder und Eiche. Wem das nicht reicht, kann durch Streichen, Lasieren oder Beizen noch die individuellste Vorstellung realisieren. Wichtig zu wissen, bevor man loslegt: Raumhohe Rundumverkleidungen verkleinern das Zimmer optisch und sollten deshalb großen Räumen vorbehalten bleiben. In kleinen Zimmern gestaltet man besser nur eine Wand mit Holz. Wandverkleidungen müssen nicht immer bis zur Decke reichen. Es sieht auch gut aus, wenn sie etwa ein Drittel der Raumhöhe umfassen oder oben mit dem Türrahmen abschließen. In kleinen Zimmern sollte man auf eine zu lebhafte Holzmaserung verzichten.

Wie kommt nun das Holz an die Wand? Am einfachsten ist es, die Latten oder Platten direkt mit einem Spezialkleber zu befestigen. Diese Methode birgt jedoch das Risiko, dass das Mauerwerk nicht mehr atmen kann – Feuchtigkeit und Schimmelbildung können die Folge sein. Aus diesem Grund ist sie vor allem bei Außenwänden und in Feuchträumen nicht zu empfehlen. Besser ist es, das neue Kleid für die Wand auf einer Unterkonstruktion aus Latten zu montieren, hinter der die Luft ungehindert zirkulieren kann.