Loom Stühle – robuste Korbmöbel für den Alltag

Bereits im Jahre 1917 entwickelte ein US-Amerikaner eine Methode, um Möbel haltbarer und robuster zu machen. Loom Stühle und andere Möbelstücke werden bis heute nach dieser Technik hergestellt.


Zunächst ging es dem Amerikaner einzig darum, für die Herstellung von Stühlen ein sehr widerstandsfähiges Material zu verwenden. Er begann also, Stahldraht mit festem Papier zu umwickeln und daraus die Basis für seine Möbel zu fertigen. Das Ergebnis waren Möbelstücke aus Korbgeflecht, die zwar robust und langlebig, aber dennoch flexibel waren. Die neuartigen Möbel erfreuten sich schnell einer großen Beliebtheit in den USA und fanden sich bald nicht mehr nur in Privathaushalten, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen, wie Hotels, Restaurants oder Cafés. Der Entwickler der neuen Technik gab sich jedoch damit nicht zufrieden: Da die Nachfrage nach den Möbelstücken stetig stieg und das Anfertigen in Handarbeit einige Zeit in Anspruch nahm, ging es ihm jetzt um die Technisierung der Herstellungsweise. Nun wurden die Korbmöbel nicht mehr von Hand geflochten, sondern das Gewebe konnte auf einem speziellen Webstuhl maschinell hergestellt werden. Dank dieses neuen Verfahrens wurde ab diesem Zeitpunkt eine deutlich höhere Stückzahl gefertigt, weshalb das Unternehmen die Loom Stühle nun auch ins Ausland exportieren konnte. Heute gelten diese Möbelstücke als Klassiker in Sachen Design des 20. Jahrhunderts und finden sich vielerorts in den entsprechenden Museen. Dennoch handelt es sich nach wie vor um Gebrauchsgegenstände, die in vielen Haushalten zum Einsatz kommen.

Inzwischen werden Loom Stühle in England sowie in Italien produziert; heute umfasst das Sortiment Möbel in zahlreichen Ausführungen. Von Vorteil im Vergleich zu herkömmlichen Stühlen aus Rattan ist die Tatsache, dass die Möbelstücke weder knirschen noch Kleidung zerstören. Darüber hinaus loben Liebhaber die ergonomische Form, welche zu erhöhtem Sitzkomfort beiträgt. Das ursprüngliche Korbgeflecht wird von zeitgenössischen Designern häufig in Kombination mit anderen Werkstoffen, wie zum Beispiel Aluminium kombiniert – so soll der Bogen zwischen Klassik und Moderne geschlagen werden. Ebenso werden die Sitzmöbel heute nicht mehr nur in der klassischen Variante, sondern je nach den aktuellen Trends in unterschiedlichsten Farben und Formen angeboten.